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Erfolg – Der Film – Preview Gedanken

Wie definieren wir heute Erfolg? Wie definierst Du Erfolg? Man könnte erwarten, dass der neue Film mit diesem Titel eine Antwort darauf gibt – aber es ist (für mich) wie in der Kunst, er regt an Fragen zu stellen!

Erfolg?

Der Film lässt manchen etwas verwundert zurück… und das ist gut so!

Kristian Gründling ermöglicht einen sehr ehrlichen Blick in das Leben von 15 spannenden Menschen, die einen wertvollen Teil ihrer Entwicklungsgeschichte Preis geben.

In einer Preview der „ersten Version“ des Films hatte ich vergangene Woche in Berlin – im kleinen Kreis – die Möglichkeit Kristian Gründlings Neuen zu sehen, und im Anschluss gemeinsam mit dem Team von Haufe und den Zuschauern zu diskutieren.

DIE STILLE REVOLUTION – TRAILER from Der Upstalsboom Weg on Vimeo.

Mit dem vergangenen Film „Die Stille Revolution“ hat Kristian bewiesen, das er einen ganz eigenen Blick auf Menschen in Szene setzen kann. Auch hier war mein erstes Gefühl – schon nach wenigen Minuten:

„eine längst überfällige Mediation über unsere Arbeitswelt“

Pixabay

Anders als im Trailer zieht sich ein ruhiger Rhythmus durch den Film, Authentizität verstärkende Perspektiven und wertschätzendes Zuhören machen die emotionale Nähe erlebbar. Hier geht es nicht um Zahlen, um Fakten oder Lösungen (nach denen wir im Arbeitsalltag so oft lechzen).

Ich halte es für wichtig, einige Hintergründe zu kennen, bevor man den Film beurteilt:

Es geht um die filmische Begleitung eines Experiments, nicht um eine in Szene gesetzte Idee

Die Haufe Akademie bot mit dem S.MILE Projekt 15 sehr verschiedenen Menschen die Möglichkeit, 2 Jahre lang deren gesamtes Coaching und Trainings-Angebot zu nutzen. Viele hatten sich dafür beworben – Im Film sieht man Geflüchtete, Männer, Frauen, Mütter… aus verschiedenen Regionen.

Dieses Projekt verlief zu Beginn alles andere als geplant:

Keiner buchte einen der Kurse… für Monate

Aus meiner Erfahrung kann ich das absolut bestätigen: In den letzten Jahren war ich in diversen Projekten – „lernen“ ist immer ein wichtiger Teil davon – und was wir erleben, wenn wir Menschen Lernangebote machen, lässt tief blicken:

  • „ich habe keine Zeit“ … ist der häufigste Grund
  • fehlende Selbstwirksamkeit … was wenn ich nach dem Kurs nicht als „besser“ wahrgenommen werde
  • Angst … vor Tests, Prüfungen, Assessments
  • Rechtfertigungsnot … wer macht meine Arbeit, wenn ich Tage auf Kurs bin
  • Angst vor Neid – wieso der/die und nicht ich (z.B. bei teuren Kursen)

Zudem kommt oft, dass viele moderne (digitale) Lernangebote, die nicht im Klassenzimmer stattfinden – vor allem von älteren Führungskräften – als Spielerei und Zeitverschwendung gesehen werden:

Social Learning, Netzwerken, YouTube Videos, TED Talks, Lego SeriousPlay – Lernen muss anstrengend sein, keine Kuschelecken – und Spaß schon gar nicht.

Ein weiterer Punkt, der auch zum Film diskutiert wurde: Umgang mit der plötzlichen Freiheit: Plötzlich „alles“ auswählen zu können brachte wohl einige in Überforderung (Für mich wieder ein Beweis, wie wichtig es ist, zu lernen mit Optionen umgehen zu können – wenn man Freiheit möchte)

Am Ende wurden 150 Kurse gebucht, also im Schnitt 5 pro Jahr und Teilnehmer… allerdings sehr unterschiedlich verteilt, so buchte einer nur einen einzigen, andere über 20.

Ich hoffe sehr, dass die sehr „nahen“ Reflektions-Szenen zum eigenen Verhalten, der Situation und dem Weg erhalten bleiben können – hier liegt so viel Persönlichkeit. Kristian scheint den Menschen mit großer Geduld in die Seele zu blicken, die uns zum Dank dieses Geschenk der Offenheit machen. So bleibt er z.B. nach den Aussagen noch bei Ihnen und fängt so die scheinbar innere Selbstreflexion über das Gesagte ein.

Was für mich diesen Film so aussergewöhnlich macht, ist das Angebot, unsere Sichtweise zu verändern. In einer Zahlengetriebenen, logik-orientierten Welt zeigt er uns worum es eigentlich gehen sollte/könnte.

Unser Kopf kann mit komplizierten Problemen umgehen, unser „Bauch“ kann komplexe Aufgaben lösen. Was meine ich damit:

Die Naturwissenschaft lehr uns: Wasser = H2O, ein Assessment zeigt uns: 63% Eignung, BigData stellt dar: 0,03% Abweichung, der Arzt erklärt: „innerhalb der Norm“, die Projekt-Meilensteine beweisen: Ziel wird erreicht… wir lieben klare Aussagen, einfache Antworten und am liebsten eine Zahl: 1 oder 0.

Wer ein Bild von Monet mit „Wasser“ ansieht, im Meer schwimmt oder Händels Wassermusik hört, wird wohl nicht an „H2O“ denken. Den Geschmack oder das Gefühl eines Essens mit der/dem Liebsten bei Kerzenlicht wird uns kein Wissenschaftler der Welt mit Zahlen erklären.

Wir können in Millisekunden -beim betreten eines Raumes – erkennen, ob wir uns dort wohl fühlen, ob wir mit einem Gesprächspartner sympathisieren oder in einem neuen Büro die „Kultur“ empfinden – wie viele Zahlen bräuchte es wohl, dieses Gefühl zu beschreiben?

Ein langer Ausflug vom Film weg, aber es ist ja mein Blog und keiner muss es lesen 😉 Warum schreibe ich dass? Weil der Film von Kristian Emotionen transportiert, die uns spüren lassen, was in unserer Arbeitswelt nicht stimmt.

Oberflächlich wünscht man sich, dass alle ERFOLGreich werden und eine Normvorstellung erfüllen – für die Einen wohl die Karriere nach Oben, für die Anderen der geläuterte Weg in Achtsamkeit. Aber genau diese omnipräsenten Ideale sind nirgends echt – weder auf Instagram, nicht im Kino und schon gar nicht im echten Leben.

Das Leben und Menschen sind komplex (nicht erst seit New Work – schon immer, nur jetzt können wir es uns leisten – und wer immer noch Menschen als Ressource bezeichnet und behandelt, der lebt nach einem unzulässig vereinfachten Menschenbild). Nicht die Digitalisierung ist schuld daran, sondern eine eigentlich positive Entwicklung der Menschheit:

Wir respektieren immer mehr individuelle Bedürfnisse, fahren die Unterdrückung von „Andersartigkeit (Besonderheit)“ zurück, beginnen zu verstehen, das „richtig oder falsch“ völlig unnatürlich ist – aber das macht sehr vielen Angst. Wir nennen es Diversität, die muss man nicht fördern, sie ist überall… vielleicht lernen wir diesen Reichtum zu schätzen – die daraus resultierende Perspektivenvielfalt zu nutzen, um nicht „die eine Lösung“ zu finden (die es weder gibt, noch würde Sie einer Mehrheit entsprechen), sondern viele individuelle Antworten zuzulassen)

Manche Szenen lassen uns schlucken – besonders, wenn diese tollen Menschen an Aufgaben zu scheitern glauben, was aber Systemfehler sind. Das was sie als Problem empfinden, ist eigentlich große Menschlichkeit und Empathie – das Gefühl „es ist falsch“ … was falsch ist, sind aber die Rahmenbedingungen, die wir Menschen zumuten.

Ich hoffe sehr, das sich die Firmen, in denen diese Menschen arbeiten trauen, diese Einblicke zuzulassen – es geht nicht darum den Finger Richtung Management zu heben, oder Organisationen zu verurteilen. Organisationen bestehen aus Menschen, aus Strukturen, Verhalten und Kulturen – die sich über Jahrzehnte etabliert haben.

Organisationen haben Immunsysteme aufgebaut, die sie schützen sollen, um Verlässlichkeit, Qualität, Berechenbarkeit sicher zu stellen. Wer dort „ERFOLG“ haben möchte, wird assimiliert oder geht. Es liegt an uns – an jedem Einzelnen – diese Kulturen zu ändern, Sorgen ernst zu nehmen, zuzuhören, wieder unser Gefühl wahrzunehmen…

Kristians Film lässt uns das spüren … wenn wir uns darauf einlassen können.

Ich erlebe in meiner Arbeit jeden Tag, das selbst die besten Argumente niemanden zur Verhaltensveränderung bringen – aber genau das ist notwendig, wenn wir die Welt und die Organisationen verändern wollen.

Wenn uns die Menschen eines täglich beweisen:

Emotionen sind stärker als Argumente

…deshalb sollten wir vielleicht etwas weniger nach logischen Antworten suchen, sondern auf unser Herz/Bauch/Gefühl hören…

Mündig im Internet

Denk mal mit

Für eine Eltern-Abendveranstaltung an unserer Waldorfschule Regensburg – rund um das Thema Internet für Eltern habe ich einige Informationen zusammengestellt, die ich hier nochmal zusammengefasst bereit stelle. Es ist natürlich nur ein Überflug einiger Themen mit Links und Hinweisen sowie konkrete Fragen, die aus der Elternschaft vorab gekommen sind.

Im Kern geht es mir darum genug Kenntnisse und Fähigkeiten zu entwickeln, um einen gesunden und sicheren Umgang in der digitalen Welt zu erreichen. Die häufigsten Gefahren zu kennen und wie man sich einfach dagegen schützt. Zudem ist mir der ethische Umgang miteinander und eine reflektierte Nutzung von kostenlosen und kostenpflichtigen Angeboten wichtig.

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Interview mit Anne M. Schüller zu Ihrem Buch „Die Orbit-Organisation“

Anne M. Schueller
Anne M. Schueller

Die Arbeit der Bestseller Autorin Anne Schüller anneschueller.de begeistert mich schon geraume Zeit. Gerade hat Sie Ihre Arbeit für uns wieder durch ein spannendes Buch „lesbar“ gemacht.

In diesem Zusammenhang konnte ich Ihr einige Fragen zur Digitalen Transformation und Ihrer Einschätzung der Situation in Organisationen stellen:

Die ORBIT Organisation vn Anne M. Schüller und Alex T. Steffen
Die ORBIT Organisation
von Anne M. Schüller und Alex T. Steffen

Liebe Anne, mit großer Begeisterung verfolge ich deinen Weg, die Organisationswelt ins Digitalzeitalter zu begleiten. Sehr oft erwische ich mich dabei, zustimmend zu lächeln, wenn ich Deine Beiträge und Kommentare lese. Ich bin maximal neugierig auf Dein neuestes Buch und freue mich, Dir ein paar Fragen stellen zu können:

Mit Deinem zukunftsweisenden „Touchpoint Manager“-Konzept hast Du Organisationen schon eine starke Rolle angeboten, die als Bindeglied, Vermittler und Übersetzer wertvolle Unterstützung auf dem Weg ins Digitalzeitalter und den damit geänderten Voraussetzungen leisten.

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Your choice: Evolution or Revolution

How much time to you really invest in learning?

Sometimes it feels like living on a different planet. For some people all the innovation, technology and (digital) options feel very disruptive, the future completely unclear, even frightening. Others can’t wait to get the next update…

If change feels like a revolution – re-think your priorities!

Electric cars, Wearables, Bitcoins, Virtual Reality… what a Buzzword bingo, but hey, there is nothing revolutionary or disruptive:

todays technology is around for quite a long time!

There have been electric cars 20 years before Ford or Daimler invented combustion engines, Virtual Reality came up in the 1970’s. I bought my first PDA (what we call Smartphone today) 1997 – the same year I started Video-conferencing too.

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Aktion Steingarten > Wildwiese #machen

Natur, Umwelt, Bienen, Klima sind in aller Munde – man kann es aber auch in die Hand nehmen 😉

Ein kleiner Reisebericht als Inspiration, wie aus 2 Quadratmetern Steinwüste in der Einfahrt ein wunderbares Fleckchen Natur werden kann.

Ich möchte damit Mut machen auch im Kleinen und mit sehr wenig Aufwand, etwas für unser Umwelt (und das eigene Wohlbefinden) tun kann:

Anfangszustand: (03. July 2019)

2 qm Granitkies

Aktueller Zustand: (14. September 2019)

2 qm blühende Blumenwiese

Aufwand und Umsetzung:

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Rückblick DGFP congress #connectingHR 2019

#connectingHR – DGFP Congress 2019 Berlin

Wer seine Notizen einer Konferenz live auf Twitter statt auf Papier macht, hat viele Vorteile: Sofortiger Austausch, Reputation, Werbung für den Veranstalter und die Speaker, unbegrenzter Cloud-Fotospeicher, Instant-Recherche von Quellen und Verweisen, Beteiligung von Nichtteilnehmern – und wenn die Konferenz zu Ende ist, ist das Protokoll auch schon fertig und veröffentlicht.

Zudem ergeben sich – wie auch diesmal – sehr spannende Diskussionen – wie diesmal zum Thema Weiterbildung, Qualifizierung und deren Hindernisse. Insgesamt entstanden so knapp 300 Kurzbeiträge, viele Fotos und Dutzende neuer Follower. Für mich ein großer Erfolg – viel gelernt, gesehen und erfolgreich mit Jenny Linnhart eine lebendige Session zum Thema Leadership und Netzwerk-Organisation.

Hier jetzt ein Ausschnitt der Tweets vom DGFP congress 2019 mit dem Hashtag #connectingHR als Wakelet:

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Kein Neid in Netzwerken?

Denk mal mit

Kürzlich bin ich über die #NeidDebatte gestolpert und konnte mich nicht erinnern, Neid in „meinen“ Netzwerken bisher sichtbar erlebt zu haben, während in hierarchischen Strukturen, auf externen Plattformen, in Politik und Privatleben dieser sehr verbreitet scheint.

Neid oder Bewunderung…was entscheidet?

In unserem GUIDE-Netzwerk (>1500 Kollegen aus 50 Ländern) werden „Besonderheiten“ eher bewundert, nachgeahmt, wertgeschätzt oder sich gemeinsam über erreichtes gefreut – das kann natürlich auch im Firmen-Kontext nur eine sehr einseitige Sichtweise sein, da nur diese Seite über Enterprise Social Networks „ausgelebt“ wird…

In zwei sehr Perspektiven-reichen Diskussionen habe ich die Frage dann an meine Kontakte in Facebook und Twitter gestellt – über einhundert Antworten kamen dabei zusammen:

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Keynote beim IDG Systemhauskongress – Chancen 2019

28. August 2019 durfte ich den zweitätigen IDG Systemhauskongress in Düsseldorf für IT Executives, Vorstände und Manger mit meiner Keynote eröffnen. Die knapp 300 Manager sollten zu Beginn eine Kundenperspektive bekommen.

Titel: Vom Dienstleister zum Service-Begleiter

Vielen Dank für dieses grandiose Feedback!

Regina Böckle von IDG hatte mich dazu schon vorab in einem Interview befragt:

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Digital Leader Award 2019 – Jury

Winners Night – Jury Mitglied Harald Schirmer
Foto: Tobias Tschepe / IDG

Auch in diesem Jahr war ich wieder eingeladen als Teil der Jury die diesjährigen „besten Digitalen Projekte“ zu bewerten. Es ist immer sehr spannend vorab all die Einreichungen zu sichten, online nach „transparenten Wirkungen“ zu suchen und dann am Event, die Gewinner persönlich zu treffen und Erfahrungen auszutauschen

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