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Keynote im Kuppelsaal beim Personalmanagementkongress

Hybrid, dezentral, transparent und beteiligend – lasst uns VUCA rocken!“ – bei all den beängstigenden Meldungen, der Last von omnipräsenten Transformationen und Veränderungen in allen Bereichen, war es mir ein Anliegen mit meiner Keynote beim #PMK22 in Berlin etwas POSITIVE ENERGIE zu verschenken.

Weniger Angst,
mehr ZU- & VERTRAUEN

Anhand diverser, praktischer Beispiele habe ich gezeigt, was jede oder jeder Einzelne bewirken kann – und dazu muss man nicht CEO sein. Hier im Artikel jetzt einige der Gedanken aufgeschrieben – mit Bildern und Tweets die parallel entstanden.

Es ist nicht naiv zu glauben, wir könnten etwas verändern!
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Graphic Recording – Missionsblitzlichter

Schirmer VUCA VerVieVas
Schirmer VUCA VerVieVas

Auf der Copetri 2022 durfte ich Tobias Hegner und Fridolin Brandl von VerVieVas kennen lernen. Ihre Passion: Lernen und Zusammenhänge visuell (Infografiken, Graphic recording, Erklärvideos) „attraktiv“ darzustellen. Der Einladung ein Gespräch über meine Themen zu visualisieren bin ich natürlich gerne gefolgt. Es war ein sehr intensives Mäandern in einem ganzheitlichen, komplexen Feld – genau so sollte es sein. VUCA im Hinblick auf Transformation und Menschlichkeit.

Wer mich kennt und meinen Themen schon eine Weile folgt, wird sicher Blitzlichter erkennen, allen anderen wünsche ich ein paar spannende Fragezeichen, denen es sicher lohnt nachzugehen: In Zeiten des Wandels sind Fragen erst einmal wichtiger als schnelle Antworten.

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COPETRI Konferenz Rückblick

COPETRI 2022
COPETRI 2022

Konferenzen ändern sich – endlich! Nachhaltigkeit und Fokus auf Menschen wird immer präsenter. Ein gelungenes Beispiel dafür die COPETRI. In diesem Post einige Fotos, Social Media Posts und eine Podcast Aufnahme. Simon Dückert von der Cogneon spricht darin mit Christian Kaiser (DATEV) und mir über die Eindrücke der neuen Veranstaltung Copetri (31.05./01.06.2022).

Der Hashtag der Konferenz von Ralf Hocke und Nadine Jäger war #COCON22

  • COPETRI 2022
  • COPETRI Convention 2022
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The BestPractice Trapp

CYNEFIN Framework by Dave Snowden
CYNEFIN Framework by Dave Snowden

If you ask for BestPractice in a VUCA context > likely to FAIL

Best Practice is perfect to learn from each other, no doubt. The reason I use this drastic title, because of the experience that even in complex culture, transformation or market situations, we seem to „only“ want this one perfect solution, we can role out in a standardized way – one size fits all – top down… hoping „Best Practice“ means it will drive „best“ results anywhere.

Whenever we feel uncertain, we ask for simple answers. We are conditioned, to reduce complicated things to simple ones. OnePager, Elevator Pitch, KPI (Key Performance Indicators), ROI (Return On Investment), Traffic Light reporting… Nothing wrong, if we are in a simple and maybe in a complicated environment. As the CYNEFIN Framework shows, if you have more than one effects/solutions to one problem or cause (in complicated systems) – it already „depends“ which practice fits.

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BestFit – BestOfBreed oder #NewWork

QuickTakes Video Interview auf LinkedIn - Manuel Willlert / Harald Schirmer

#BestFit oder #BestOfBreed – diese Anfrage bekam ich über das European Industry Forum e.V. via asynchrones Interview. Zwei spannende Fragen die mir Manuel Willert von eCube GmbH in einem kurzen Video stellt. „Was ist eigentlich besser? Best Fit – also das „Passendste“ oder Best Of Breed – das Beste am Markt.

Anhand dieser Frage wollte ich meinen NewWork Ansatz beschreiben: Wie wäre es wenn wir das klassische Vorgehen mal komplett in Frage stellen (Kunde fragt Lösung an, Anbieter evaluiert Kunden, dann den Markt und macht einen Vorschlag – den er natürlich auch gerne selbst umsetzt).

Mein Vorschlag mit Erklärung:

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Fürs Leben lernen? – Digitale Transformation und Schule

Digitaloffensiven greifen zu kurz

Gemeinschaftsartikel (ungekürzt) von Anna-Maria Schirmer / Harald Schirmer für einen Artikel in KUNST + UNTERRICHT (Friedrich Verlag) – Heft 441/442 2020 Bestellnummer 51441 Link zum Heft

Unter dem Druck, Schritt halten zu müssen, werden Schulen mit Smartboards und W-Lan ausgestattet, Schulbücher digitalisiert und Tablet-Klassen eingeführt. In hitzigen Debatten wird um die Einführung neuer Unterrichtsfächer gestritten oder gar vorgeschlagen, das überkommene schulische Lernen im Klassenverbund durch individuelle, passgenaue Lernoptimierung via Internet zu ersetzen. 

Bei allem guten Willen, haftet vielen Bemühungen ein fahler Beigeschmack an, denn selten reicht die Aufmerksamkeit, um hinter die Hochglanzfassaden der schönen, neuen Technikwelt zu blicken und die eigentlichen Notwendigkeiten der Zeit zu reflektieren. Und so läuft manche stürmische Offensive am Kern der Entwicklung vorbei und die Ausstattung mit noch so potentem technischem Gerät greift zu kurz. Wir haben es nicht lediglich mit neuen Werkzeugen, sondern mit tiefgreifenden, alle Bereiche des Lebens umfassenden Veränderungen weit über den äußerlich sichtbaren technischen Fortschritt hinaus zu tun (Burda 2010, 87f.). Wer nur die bisher gehabten Prozesse und Strategien digitalisieren möchte, hat den Kern der digitalen Transformation nicht verstanden. Es gilt, genaue Analysen der konkreten Veränderungen vorzunehmen und daraus diejenigen Erfordernisse abzuleiten, die notwendig sind, um Menschen als Gestalter ihrer Zeit stark zu machen. 

Dies gilt insbesondere, wenn im Streit um Pfründe das vermeintliche Ass aus dem Ärmel gezogen wird, die Wirtschaft brauche Informatiker und Programmierer, ohne algorithmisches Denken stünde man später zwangsläufig auf der Straße und deshalb müsse etwa dem Lernen von Programmiersprachen, Robotik-Kursen und Informatik die erste Priorität eingeräumt werden. Eine ganzheitliche Bildungsidee zugunsten einseitig technisch-rationaler Gewichtungen auszudünnen, ist grob fahrlässig und geht zudem an den Erfordernissen der Zeit und der Arbeitswelt vorbei.

New Work, New Learning – wohin geht die Reise?

Eine der größten Veränderungen jüngster Geschichte durchzieht im Moment alle Ebenen der Gesellschaft und sorgt für radikale Umstrukturierungen in vielen Feldern der Arbeitswelt.

Auslöser dieses, von heftigen Umbrüchen flankierten Wandels ist eine Kombination aus Globalisierung, Automatisierung, politisch-gesellschaftlicher Herausforderungen und veränderten ökonomischen Bedingungen. Diese wiederum fußen auf den technologischen Entwicklungen, namentlich der Digitalisierung. (Kestler/Rump 2019, 176). 

Eine große, nur durch elementare gesellschaftliche Umstrukturierungsprozesse zu meisternde Herausforderung liegt in der zunehmenden Automatisierung von Arbeitsprozessen, denn Roboter und AI übernehmen immer mehr Tätigkeitsbereiche, die zuvor Arbeitsplätze sicherten. Berechen- und steuerbare Prozesse werden in vielen Arbeitsfeldern über kurz oder lang mit hoher Wahrscheinlichkeit von computergesteuerten Maschinen übernommen. Zudem verändern sich viele Arbeitsprozesse durch die wachsende digitale Vernetzung.

Anhand präziser Thesen beschrieb der Wirtschaftspsychologe und Netzwerktheoretiker Peter Kruse den Einfluss, den das Internet auf Gesellschaft und Wirtschaft hat. Er spricht von  Machtverschiebungen, Spontanaktivitäten, Aufschaukelungseffekten und beschreibt damit die Charakterisitik eines nicht-linearen Systems, das sich den tradierten Management- und Steuerungsmethoden entzieht. Was heute in ist, kann morgen out sein, was sich heute gut verkauft, ist morgen vielleicht schon überholt. (Kruse 2010, 69f.)

Durch die Vernetzung und den damit verbundenen Zuwachs an Komplexität, haben wir es in vielen Arbeitsfeldern (und darüber hinaus Bereichen des Lebens) heute mit derart nicht-linearen, schwer steuerbaren Systemen zu tun. Der Manager, der Unternehmensprozesse plant, vorstrukturiert und die kleinschrittige Ausführung dann nur noch überwacht reicht heute nicht mehr. Der Arbeitnehmer, der weitgehend fremdbestimmt jene kleinteilig organisierten Arbeitshäppchen nur abarbeitet und abliefert, ebenso wenig. Es gilt vielmehr zu lernen, mit Unschärfen und Unbestimmbarkeit umzugehen und sich auf permanente Veränderung nicht nur einzulassen, sondern diese verantwortungsbewusst und sinnorientiert mitzugestalten. 

Die Systemarchitektur digitaler Netzwerke hat die Spielregeln der Wirtschaft maßgeblich verändert und bringt neue Formen der Unternehmenskultur hervor. Hinter den Schlagworten New Work, New Leadership, Open Space, Makerspace, Engagement und Empowerment, agiles Arbeiten und Lernen, Design Thinking und ähnlichem stehen Konzepte, welche im Kern darauf zielen, Menschen und Systeme  „Vuca-fähig“ zu machen (Graf, Gramß, Edelkraut 2017, 15f.)

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Abb:  VUCA und die Verschiebung in Bezug auf Arbeiten und Lernen

Das Akronym VUCA  (volatile, uncertain, complex, ambigious ) steht für die Beschreibung der veränderten Rahmenbedingungen, die sich durch die Digitialisierung ergeben. 

In einer Welt, die sich ständig und oft unvorhersehbar verändert, ist Flüchtigkeit und Unfertigkeit (volatility) eine zentrale Kategorie, mit der es umzugehen gilt. Da sich Ereignisse kaum noch prognostizieren lassen, wird Ungewissheit (uncertainty) zum Regelfall, denn bei der hohen Komplexität (complexity) stetig wachsender, hoch vernetzter Systeme, greifen einfache Erklärungsmuster ins Leere. Im hochkomplexen, schnelllebigen und von vielen Unsicherheiten geprägten Umfeld, tritt Mehrdeutigkeit (ambiguity) an die Stelle vermeintlich Klarheiten.

In dieser Dynamik besteht gut, wer durch Veränderungsbereitschaft und Innovationskraft handlungsfähig bleibt. Resilienz und Lernfähigkeit werden auf allen Ebenen zentrale Kategorien, denn es wird angesichts der holprigen und sprunghaften Veränderungen, die weiterhin bevorstehen für den Einzelnen sowie für die Systeme darum gehen, Krisen als Anlass für Weiterentwicklung sehen und nutzen zu können. Auch Initiativkraft und Verantwortungsübernahme sowie die Fähigkeit, Zusammenhänge zu durchschauen und in sinnhafter Weise zu gestalten, werden immer gefragter werden. Die Herausforderungen sind groß, eine Wende zu verantwortungsbewussterer Ökonomie steht längst an (Berners-Lee 2019, 143f.). Eine weiterhin rücksichtslose und kurzsichtig auf Gewinnmaximierung zielende Wirtschaft können wir uns schlicht nicht mehr leisten. Für die Wirtschafsethikerin Sara Spiekermann ist klar, dass eine neue Technologie- und Unternehmenskultur zu entwickeln ist, „die beim verantwortlichen Handeln jedes Einzelnen ansetzt“ (Spiekermann 2019, 365). 

Damit diese, in vielen Bereichen angestoßene Wende gelingt, müssen Bildungsinstitutionen die veränderten Paradigmen wahrnehmen und reagieren.

New Life

Nicht nur die großen gesellschaftlichen Systeme wie etwa die Arbeitswelt sind durch die, sich rasant weiter entwickelnden Informationstechnologien in eine Beschleunigungsspirale geraten, auch das individuelle, persönliche Leben ist in dieses, vielfältige Chancen aber auch Risiken umfassende Universalprogramm involviert. Jeder von uns ist in unzählige Vernetzungen verwoben, die uns Räume scheinbar unendlicher Möglichkeiten eröffnen, zugleich aber unsere Handlungs- und Meinungsfreiheit auch auf manipulative Weise einschränken können. Neoliberale Erzählungen  – nicht selten mit dem euphorischen Klang von Heilsbotschaften versehen – feiern die Freiheit, die sich mit dem Fortschritt automatisch ergebe (Harari 2019, 75): qua neuester Technologien wie BigData und AI gewinnen wir fortwährend Zugriff auf alle Bereiche des Lebens; wir können jederzeit mit beinahe jedem verbunden sein, können uns schier grenzenlos informieren, identifizieren und positionieren. 

Die real entstehenden Möglichkeitsräume bergen viele Chancen. So scheint etwa das viel versprochene und für klassisches Bildungsdenken zentrale Moment der Freiheit tatsächlich zum Greifen nah. Noch nie hatte eine vergleichbar große Menge an Menschen so direkten Zugriff auf Information und Weiterbildung. Eliteuniversitäten wie Harvard bieten beispielsweise Online-Kurse ohne Zugangsbeschränkung an. (https://www.edukatico.org/de/news/mooc-2-0-kurse-aus-regulaeren-studiengaengen )

Zugleich ist Freiheit auch bedroht, wie selten zuvor, denn die Befähigung zur Freiheit wächst nicht automatisch im gleichen Tempo, wie die freiheitlichen Möglichkeiten. Informationsangebote müssen genutzt werden können, Freiräume zur Mitgestaltung machen dann Sinn, wenn Menschen bereit und in der Lage sind, Verantwortung mit zu tragen und zu Gestaltern zu werden. Heute gilt es, das Bildungsziel, Menschen zur Freiheit zu befähigen, ernsthafter und konsequenter denn je zu verwirklichen (vgl. Schirmer 2020).

Neue Möglichkeiten?

Allmählich ist zu beobachten, wie sich im Zug der umfassenden Transformationen in der Arbeits- und Schulwelt neue Lernkulturen über viele Widerstände hinweg entwickeln und etablieren. 

Ein zentraler Aspekt ist die Verschiebung von stark instruierendem, fremdbestimmtem Unterricht zu diversen Beteiligungsformaten. Beteiligung meint dabei, dass Lernende mit ihren individuellen Dispositionen als selbstständiger Konstrukteure des eigenen Lernprozesses ernst genommen werden. Der Gedanke ist freilich nicht neu, sondern lässt sich bis in die Reformpädagogik zurückverfolgen. Dementsprechend finden wir auch in der Kunstdidaktik eine Vielzahl bewährter offener Unterrichtsformen; vom gelenkt entdeckend-forschenden Lernen, über diverse Projektunterrichtsformate bis hin bis zu radikal ergebnisoffenem Werkstattunterricht reicht die Palette der zum Teil auch gut in der Praxis evaluierten Vorschläge. Selbstgesteuertes Lernen und darauf läuft „Beteiligung“ hinaus, befähigt Lernende sukzessive sich eigene Lernziele zu setzen, dafür angemessene Techniken, Inhalte und Strategien selbstständig zu wählen und die eigenen Lernfortschritte zu reflektieren. Digitale Werkzeuge räumen in diesem Bereich neue Möglichkeiten ein, wenn wir zum Beispiel an Formen der kollaborativen Zusammenarbeit denken.

Beispiel für Kollaboration Bildbeschreibung von Dr Lars Zumbansen:

Eine weitere zentrale Kategorie für neue Lernkultur sind Neugier und Sinnorientierung. Nur wer eine echte Frage stellt, macht sich intrinsisch motiviert auf die Suche nach einer Antwort und erwirbt so die Fähigkeit, sich Sinnzusammenhänge selbstständig fragend zu erschließen. Eine fragende, neugierige Haltung ist für eigenverantwortliches lebenslanges Lernen unabdingbar und damit eine Schlüsselqualifikation. Traditionelle Formate der Wissensvermittlung übergehen den zentralen Schritt des Fragenstellens häufig. An dieser Stelle wird auch der Unterschied zwischen Lernen für eine Welt im Zeitalter der Digitalisierung und digitalen Lernprogrammen deutlich. Während ersteres auf größtmögliche Mündigkeit zielt, untergräbt letzteres durch den kleinschrittig vor- und fremdbestimmten Lernweg individuelle Deutungs- und Bedeutungsprozesse. Derartige Lernprogramme mögen in isolierten Bereichen einen guten Dienst tun, komplexe Bildungsprozesse ersetzen, werden sie nicht. (Muuß-Merholz 2019, Kapitel 5)

An die Stelle der Lehrzentrierten Vermittlung statischer Wissenskomplexe, tritt das Lernen durch Aushandlung vernetzter und vielschichtiger Wirklichkeitsmodelle. Konzentrierte sich Wissensvermittlung bislang auf kanonisiertes, in Schulbüchern didaktisch aufbereitetes Wissen, gilt es heute stets, die vielen anderen, häufig sogar leichter zugänglichen Informationsquellen mitzudenken. „Weil es im Buch steht, ist es so“ kann heute nicht mehr überzeugen, offenbart ein rascher Blick ins Netz doch mitunter viele alternative Interpretationen einer Sachlage. Zielgerichtetes recherchieren und das Bewerten von Quellen und Informationen muss geübt und gelernt werden.

Im Schutzraum Schule gilt es, ein gesundes Gleichgewicht zwischen verlässlicher, Orientierung stiftender Bestimmtheit und beweglicher Meinungsgestaltung zu finden, um Schülern das Denken im Fluss der sich permanent ändernden Informationen zu lehren. Ein sicherer Umgang mit Mehrdeutigkeit und Ergebnisoffenheit wird zum Navigationssystem im digitalen Netz der sich überlagernden Informations- und Bedeutungsschichten.  

Letztlich wird Schule Diversität auch in vielerlei Hinsicht viel ernster zu nehmen haben, um auf eine Welt vorzubereiten, die dem Individuum viel größerer Spielräume gibt. Ausgehend vom Eingehen auf diverse Lerntypen, über die Anerkennung diverser auch multikulturell geprägter Sichtweisen und Wertesysteme wird es darum gehen, Perspektivenübernahme, Toleranz und Fremdverstehen nicht nur in den für die Schüler zu beschreibenden Soft Skills zu verlagern, sondern zu gelebter Schulwirklichkeit zu machen.

Kritisch bleiben und Schule verändern

Zweifelsohne bringt die digitale Transformation neue Formen der Wahrnehmung, des Denkens und Kommunizierens sowie der Zusammenarbeit mit sich. Setzt man allein auf digitaltechnische Ausstattung, werden jene Formen sich kaum in sinnvoller Weise entwickeln. „Für Bildungsziele wie Aufklärung und Mündigkeit, Kreativität und Vielfalt, Freiheit und Verantwortung braucht es keine Vereinfachung der digitalen Welt, sondern Ansätze, die das offene Netz umarmen, den Umgang mit Vielfalt und Chaos fördern, selbstbestimmt Aktivitäten und kollaborative Projekte ermöglichen.“ (Muuß-Merholz ebd.) 

Das „umarmen offener Netze“ mag für viele zu weit gehen, die Notwendigkeit, jene durchaus mit langer Tradition versehenen Bildungsziele endlich ernsthafter zu verfolgen, sollte jedem pädagogisch Tätigen indes klar sein. Im technologisch potenzierten „anything goes“, muss um menschengerechten Fortschritt und die diesen befördernde Bildung gerungen werden (Spiekermann 2019). Und deshalb müssen wir uns auch (selbst-)kritisch fragen: 

Erwerben Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit, selbstorganisiert und selbstbestimmt zu lernen und zu arbeiten? Wecken wir Neugier und Entdeckerfreude? Statten wir Kinder und Jugendliche mit der Fähigkeit und dem Impuls Fragen zu stellen aus? Tragen wir dazu bei, aus Kindern resiliente Erwachsene zu machen? Fördern wir eine transversale und kritische Vernunft und bewegliche Denkformate? Ist das Lernen in Sinneinheiten an die Stelle der Vermittlung additiver Wissensfragmente gerückt? Lösen unsere Bildungseinrichtungen das Versprechen, Kinder zu mündigen Menschen zu erziehen ein?

Quellen:

Autoren:

Anna-Maria Schirmer – Bildungswissenschaftlerin, Seminarlehrerin, Autorin…: die-ideenwerkstatt.de und ich 😉

Kunst+Unterricht 441/442, 2020 Best. Nr. 51441

erstmals veröffentlicht: 

Kunst+Unterricht 441/442, 2020 Best. Nr. 51441

LinkedIn Artikel

Das richtige Werkzeug im richtigen Kontext

Aniko Willems aka Frau Change macht einen wunderbaren VideoPodcast und seit einiger Zeit auf LinkedIn den „Cup of #Change“, den ich jedem gerne ans Herz (oder ans Ohr) legen möchte. In wenigen Minuten gibt es da wertvolle Inspirationen und Erkenntnisse rund um Organisationsentwicklung, Change und das Digitalzeitalter.

Diesmal greift Sie ein Bild aus unserem Interview auf, das vor Weihnachten noch online geht:

Hier noch das passende Bild aus meinen Präsentationen:

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WOLC19 Working Out Loud Camp 2019 – Rückblick

Bereits das dritte WOL Camp – auch diesmal wieder hervorragend und mit viel Liebe und Vernetzung organisiert von den Kluge Konsorten

Hier einige Fotos, Videos und Statements aus den Sozialen Kanälen, der Masterclass am Vortag und meiner Barcamp Session zum Thema #HackTime4WOL – um der Frage nachzugehen, woher wir die Zeit bekommen um Working Out Loud zu machen und durchzuhalten.

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Fachliteratur Digitalthemen

Noch sind nicht alle Bücher als Audiobook oder in digitaler Form verfügbar. Auch in meinem Regal liegen Schätze, die ich gerne empfehle.

Zur besseren Orientierung habe ich sie nach meiner Einschätzung in folgende Themen geordnet:

Für Fotografie Enthusiasten gibt es hier noch einige Leseempfehlungen:

Weniger „müssen“ müssen – mehr „wollen“ dürfen!

Einblicke in den New Work Style bei Continental – unser Projekt ist erfolgreich zu Ende, jetzt geht es um „Adoption“ der neuen Verhaltensweisen – weltweit, in allen Hierarchie-Stufen und Altersklassen.

ProjektMagazin Screenshot Interview Harald Schirmer - Weniger müssen müssen!
Blog des Projektmagazins – aufs Bild klicken um den Beitrag zu lesen

Der Beginn während des Projekts war äußerst vielversprechend

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VUCArockers Seiten nehmen Gestalt an

VUCArockers Badge

Ende 2018 habe ich begonnen mit dem „Kunstbegriff“ #VUCArockers im ersten Schritt Meldungen zu sammeln, die zeigen, wie wir die Zukunft positiv gestalten können. Dann kam die Idee, doch Menschen, die mir wichtig sind einmal meinen besonderen Dank auszudrücken.

Über Twitter und die anderen Social Media Kanäle lerne ich so unglaublich viel, kann mich mit spannenden Personen austauschen, Raum und Zeit überwinden und so meine Aufgaben und Interessen besser umsetzen – das möchte ich anderen auch ermöglichen (besonders da meist nur über die Schattenseiten gesprochen wird)

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WIRgewinnt … oder doch lieber ICH?

Comparing Spiral Dynamics & Laloux Culture Model

Wie können wir eine lebenswertere Zukunft gestalten? Welche Erfolgskonzepte gibt es, die eine Antwort auf die Komplexität des Lebens, der Natur und unseren menschlichen Bedürfnissen geben können? Wie schaffen wir es, trotz (oder gerade mit) der Diversität uns auf eine gemeinsame Zukunftsreise zu begeben, für die eine Mehrheit bereit ist, zu investieren, bzw. auf Dinge zu verzichten?

Eine mögliche Antwort darin sehe darin, die Diversität, Kreativität und Passion der Individuen zu vernetzen und zu einem gemeinsamen Ziel zu verbinden.

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VUCArockers – a positive attitude – how do YOU rock VUCA?

VUCA = Volatility, Uncertainty, Complexity, Ambiguity … this term is used since some years to describe the challenges of the digital age. In my view this is used today in many negative ways: Creating fear, as an excuse, as a dogma and to separate people in „digital“ and analog sections. Of course there are many challenges in this „new world“ of connectedness, but as we know from any changes in the past – we will find ways to deal with them.

But there are also people, who do not only want to „deal“ with problems, but creating real improvements for people. Not driven by technological possibilities, but human needs, a positive mindset and the aim to make our world a better place.

#VUCArockers

#VUCArockers

I meet so many of such great people, who want to contribute in many different ways. They are intrinsically motivated, passionate, creative, often fear-less and very resilient. As I am a big believer of „words generate reality“ I try to find terms, which either already express what people do (like GUIDEs), try to „reload“ existing terms with new meaning or I create new ones, which make people think, creating doubts (if their understanding is the only one) or at least make people talk about the topic behind. Not in a destructive but engaging, inspiring way, I would love to have a discussion about

„How do we want to design the VUCA world?“

(not suffering from it)

Want to be part of this and „rock“ VUCA together ?

Call for ideas!

How do YOU personally ROCK VUCA?

write a blogpost, Twitter, LinkedIn…. and tag your post with #VUCArockers

Meine Keynote zum IOMS18

In meiner Keynote „Etablierung eines Digital Mindset in Unternehmen“ auf dem IOM Summit zum Digital Workplace sollte es um Mut machen und Selbst machen gehen. Wenn man nicht nur reden, sondern Inhalte erlebbar machen möchte, sollte man sich von Gewohnheiten verabschieden…

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Eine Abschluss-Keynote nach 2 intensiven Konferenztagen verlangt vom Publikum viel ab – drei mal gemeinsam tief Luft holen, sorgt für etwas Sauerstoff im Gehirn und gibt allen ein paar  Sekunden „Ruhe“ bevor es los geht.

Meine „Präsentation“ war eigentlich live mit OneNote auf meinem iPad geplant (mehr …)

Podcast Interview Teil 2 bei digiTALK

digiTALK Podacst Interiew Harald Schirmer

Teil 2 beim Podcast digiTALK – Digitale Transformation für Entscheider: “Digitale Transformation” Hier die Aufzeichnung von Teil 1 zum Nachhören

Dr. Jenny Meyer hat mich im zweiten Teil zu konkreten Nutzen, Vorteilen und Möglichkeiten eines Enterprise Social Networks (ESN) befragt. Welche Werkzeuge sind wofür geeignet und woher kommen sie – meine Erfahrungen. Es geht um meinen Umgang mit #Lernen, VUCA und Veränderungsgeschwindigkeit. Entschuldige mich schon mal für die viel „Ähs“ und hoffe der Inhalt ist dennoch die Zeit wert.

„Worte generieren „Wirklichkeit“ (mehr …)

Courage for Change – A little Inspiration for Organizational Rebels

This article – originally in German Language on LinkedIn received already more than 9000 views, 400 likes and about 70 valuable comments and more than 1000 re-shares (yes I am a bit proud) Sebastian Kolberg kindly provided the translation here:

  • Why is change so difficult?
  • How can an organization meet the challenges of the digital age?
  • What can I contribute to this?

Not a few ask themselves these questions. Here are some personal thoughts and the hope to encourage you to swim against the current more often!

No, this is not a call to revolution, but a well-intentioned inspiration,

to start with yourself,

no matter if you are a board member, team leader or employee.

Everyone can change the world(mehr …)

Mut zum Wandel – Kleine Inspiration für Organisationsrebellen

Der Weg durch den Wandel ist keine Autobahn

Der Weg durch den Wandel ist keine Autobahn

  • Warum ist Wandel so schwer?
  • Wie kann eine Organisation die Herausforderungen des digitalen Zeitalters meistern?
  • Was kann ich dazu beitragen?

Nicht Wenige stellen sich diese Fragen. Hier ein paar persönliche Gedanken und die Hoffnung damit Mut zu machen, öfter mal gegen den Strom zu schwimmen!

Link zum LinkedIn Artikel

 

Vielen Dank schon mal für die tollen Impulse, das wertschätzende Feedback und Fragen, die inzwischen schon in den Kommentaren dazu stehen!

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Personalwirtschaftspreis 2017 – Bewerbung einmal anders

https://deutscher-personalwirtschaftspreis.de

Das fühlt sich jetzt richtig „seltsam“ an – aber damit fühlt es sich genau richtig an. Ohne dieses Gefühl ist es kein echter #MutAnfall.

ENTWURF für eine Bewerbung und Gedanken dazu

Haben Sie sich schon mal für einen Preis beworben? Persönlich finde ich dieses Vorgehen alleine schon recht seltsam, sich selbst zu nominieren. Andererseits wer sonst hätte mehr Einblick in die konkrete Arbeit und was dahinter steckt. Ein Dilemma: Wertschätzung gerne, aber darum bitten?

Der Personalwirtschaftspreis möchte besondere Leistungen hervorheben, die Personalfunktion inspirieren und Innovationen voranbringen – so mein Verständnis. Das kann ich nur absolut unterstützen, da ich großer Fan vom gegenseitigen Lernen bin. So ein Award kann also als eine hochwirksame LernBühne gesehen werden, die durch die öffentliche Aufmerksamkeit #Wirkung entfalten kann.

Mein Ziel ist es, genau das zu erreichen – mich mit anderen über meine Experimente, Erfahrungen und Fragen auszutauschen, also bewerbe ich mich für diese Bühne. Im Sinne von Working Out Loud, werde ich die Schritte und meine Fragen – dokumentieren:

Hier geht es zur Bewerbung (noch bis 30. Juni 2017)

 

Schon die erste Frage ist im Rahmen von Konzernen eine echte Herausforderung: (mehr …)

Deutsche Gründlichkeit tötet Innovation?

Ein paar Gedanken auf die Schnelle – inspiriert durch die vielen Diskussionen zu #Tesla #Model3:

Es sind Tugenden die uns Jahrzehnte lang erfolgreich gemacht haben: Gründlichkeit, Genauigkeit, Effizienz, Strukturiertheit und logische Erklärmodelle. Genau das wird uns in der Komplexität, der Unberechenbarkeit aber vor Allem in der Geschwindigkeit einer VUCA Welt zum „Klotz am Bein“. Nicht, dass wir das nicht mehr brauchen, aber es hat Ausmaße angenommen, die kaum noch Kreativität, Freude an der Arbeit oder echte Innovation zulassen. Hier mein Post von heute Morgen:

innovationskiller

‪#‎KPI‬’s  ‪#‎ROI‬ lückenloses ‪#‎Controlling‬ und beeindruckende ‪#‎Effizienz‬ sind die wahren ‪#‎Innovationskiller‬ in Deutschland. Wer jede MiniIdee zuerst vorrechnen, jede Änderung per BusinessCase beweisen und nur ‪#‎Budget‬ bekommt, wenn das Gremium der „Alten“ den Segen gibt, muss sich nicht wundern, wenn es nur noch Versionen von schon Bestehenden gibt. Es ist kaum Zeit mehr zum ‪#‎Basteln‬, wenig ‪#‎Mut‬ zum ‪#‎Risiko‬ und zu großer Respekt vor zu vielen Regeln.
‪#‎Entrepreneurs‬ sind nur einem verpflichtet – Ihrer ‪#‎Mission‬ der Rest ist Prio B

Ein Blick in die deutsche Historie zeigt, (mehr …)