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Das mit dem Mindset – Wollen statt Müssen

In der Reihe zum Begriff und Bedeutung sowie abgeleiteten konkreten Aktionen um Mindset möchte ich heute über das „Müssen“ und das „Wollen“ schreiben, was für mich viel mit dem eigenen Weltbild (wie ich Menschen sehe) zu tun hat:

Statt: Was muss verhindert /sicher gestellt werden –
Wie WOLLEN wir gerne zusammenarbeiten?

oder: von Vorschriften zu Vertrauen

Es ist bereits 10 Jahre her, da war ich in einem Meeting eingeladen, indem über 2 Stunden lang über Probleme diskutiert, gegenseitig Vorwürfe, was alles nicht oder noch nicht erledigt wurde, wer Schuld hatte und warum dieses oder jenes (mit dieser Zielgruppe) niemals klappen würde. Irgendwann habe ich die etwas platte Frage gestellt:

Gefällt Euch eigentlich Euer Job?

Die User sind angeblich „zu dumm“, das Management „entscheidet nicht“, die KollegInnen „kooperieren nicht“, Funktionen (Data Protection, Cyber Security, Labor Relations, Legal) „verhindern alles“ … das kann doch weder Freude machen, noch ein Erfolgsgefühl (Selbstwirksamkeit) noch Lust auf mehr erzeugen… und keiner war so alt, dass es aushaltbar Richtung Rente ging.

betretenes Schweigen…

„Was können wir schon dagegen tun?“ und „Das hilft uns jetzt nicht weiter“ sind manchmal Antworten, die ich dann bekomme.

work harder - müssen

Ich versuche dann ein „Bild“ zu malen: Stellt Euch doch mal vor, wie es wäre, wenn wir zusammenhelfen, wenn Funktionen einen hoch-willkommenen Service mit Ihrer Expertise bieten, wenn das Management interessiert dabei ist und aktiv mitarbeitet, wenn wir statt über die Zielgruppen mit ihnen gemeinsam an Lösungen arbeiten und wir dafür echte Wertschätzung für unsere Arbeit bekommen.

Das ist eine UTOPIE!

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Ab jetzt Teilzeit – ab ins Dilemma

Ab heute arbeite ich 60% Teilzeit für die nächsten 9 Monate.

Teilzeit - Schirmer

Mein erster Versuch 2011

Als ich 2011, nach über 20 Jahren Automotive-Entwicklung, meine „HR-Karriere“ in Hannover begann, habe ich den Job mit 75% Teilzeit begonnen. Es war großartig, dass Continental schon damals dieses Angebot machen konnte und für mein Pendeln zwischen Ingolstadt und Hannover (600km) schien das eine gute Option meinen Job und meine Familie mit Kind unter einen Hut zu bekommen.

Damals war ich einer der Projektleiter für die Einführung von Enterprise Social Networking und wollte natürlich beweisen, was alles geht. Sehr schnell kamen weitere globale Themen dazu wie unsere Kulturentwicklungsinitiative (OUR BASICS Mitarbeiter-Workshops, Werte-Material-Updates (unsere weltweit verfügbaren Broschüren) und kurz darauf der Aufbau des OCM – Organizational Change Management Frameworks für den weltweiten Personalbereich… sowie viele weitere kleinere Themen…

Das alles war sicher alles, nur kein Teilzeit-Aufgabenpaket, zumal ich damals niemanden hatte, an den etwas delegierbar gewesen wäre. Infolgedessen habe ich nach 9 Monaten die 75% Bezahlung für einen mehr als 100% Job aufgegeben.

Mein erster Teilzeit-Versuch 2011 war also gescheitert, da nur die Bezahlung, nicht aber die Menge der Aufgaben reduziert war…vermutlich ist das das größte Problem – auch für die Organisation, da die Aufgaben, die zu erledigen sind, ja nicht weniger werden.

Teilzeit ist für Unternehmen eine Herausforderung:
Reduziere, verfügbare (zeitliche) Arbeitsleistung

und für MitarbeiterInnen tatsächlich zu reduzieren!

Mein zweiter Versuch 2022

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BestFit – BestOfBreed oder #NewWork

QuickTakes Video Interview auf LinkedIn - Manuel Willlert / Harald Schirmer

#BestFit oder #BestOfBreed – diese Anfrage bekam ich über das European Industry Forum e.V. via asynchrones Interview. Zwei spannende Fragen die mir Manuel Willert von eCube GmbH in einem kurzen Video stellt. „Was ist eigentlich besser? Best Fit – also das „Passendste“ oder Best Of Breed – das Beste am Markt.

Anhand dieser Frage wollte ich meinen NewWork Ansatz beschreiben: Wie wäre es wenn wir das klassische Vorgehen mal komplett in Frage stellen (Kunde fragt Lösung an, Anbieter evaluiert Kunden, dann den Markt und macht einen Vorschlag – den er natürlich auch gerne selbst umsetzt).

Mein Vorschlag mit Erklärung:

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Lunch&Learn beim HR Performance Institut

Es ist sicher nicht verwunderlich, dass mir dieses Format besonders gut gefällt:

Einladung zum Lunch & Learn beim HR Performance Institut

Lunch & Learn • Miteinander lernen und gemeinsam wachsen

Eingeladen war ich zur Folge L&L 25 : Die Zukunft der Arbeit: Mit Harald Schirmer einen Blick nach vorne wagen! Die Unterhaltung mit Nele Kreyßig (Geschäftsführung des HR Performance Institut & Beraterin für New Leadership, Selbstführung, Mindful Organizations) war schon im Vorfeld super inspirierend und von Neugier und Wertschätzung geprägt. Hier einer der Posts am Morgen des Events mit knapp 6000 Zugriffen auf LinkedIn:

In diesem Artikel ein etwas ausführlicherer Bericht dazu

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Good Work Podcast Interview

Good Work Podcast

Der Podcast von JULE JANKOWSKI und Ihrer Seite HUMIQ veröffentlicht derzeit täglich – von verschiedenen Podcastern – je ein Interview zu GOOD WORK in Zeiten von Corona

Der einzigartige Audiograf Ingo Stoll spricht mit mir in Folge 18 über Fragen Inwieweit die aktuelle Coronakrise Wasser auf die digitalen New Work Mühlen ist? Wie ich die aktuelle Zeit erlebe? Und ein Blick in die Zukunft (nach Corona)?

Mir geht es dabei weniger um Glaskugellesen, denn um einen Aufruf jetzt mutig zu sein und eine erstrebenswerte, lebenswerte, ganzheitliche, nachhatliche(re) Zukunft zu gestalten.

Aus dem Beschreibungstext:

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The VIDEO – New Work Style Story

Project VIDEO review

Within the last two and a half years, we set the basis for a massive transformation at Continental. We re-designed learning, communication, change and support – as well as methods, tools and most of all the „attitude“ or mindset behind it. We built divers global networks with about 5000 People, created new roles to deal with constant changes coming from the cloud based software as a service setup.

About 25 tools, more than a dozend learning options, our own artificial intelligence social bot, a trust based manifest with our works council and many many other highlights are the results of two years of experimenting with leadership, culture techniques, technology, various forms of networks, decentral – crossfunctional teams and respect for humans at the first place.

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Fachliteratur Digitalthemen

Noch sind nicht alle Bücher als Audiobook oder in digitaler Form verfügbar. Auch in meinem Regal liegen Schätze, die ich gerne empfehle.

Zur besseren Orientierung habe ich sie nach meiner Einschätzung in folgende Themen geordnet:

Für Fotografie Enthusiasten gibt es hier noch einige Leseempfehlungen:

Weniger „müssen“ müssen – mehr „wollen“ dürfen!

Einblicke in den New Work Style bei Continental – unser Projekt ist erfolgreich zu Ende, jetzt geht es um „Adoption“ der neuen Verhaltensweisen – weltweit, in allen Hierarchie-Stufen und Altersklassen.

ProjektMagazin Screenshot Interview Harald Schirmer - Weniger müssen müssen!
Blog des Projektmagazins – aufs Bild klicken um den Beitrag zu lesen

Der Beginn während des Projekts war äußerst vielversprechend

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Einladung zum Blackboat New Work Bootcamp

Das Blackboat Bootcamp hat mich durch sein sehr interaktives und an konkreten/relevanten Perspektiven orientierte Format sofort angesprochen. #Miteinander ist für mich einer der Schlüssel für die Arbeit mit Menschen und ein Schlüssel, die neue digitale Welt für uns zu öffnen. Ich freue mich als Keynote Speaker zu einer der drei Säulen „People“ meinen Impuls geben zu können. Am zweiten Tag werden wir intensiver mit Masterclass, Deepdive und individueller Beratung. Wir können so viel voneinander lernen – dazu müssen die Rahmenbedingungen, Hebel und natürlich die Menschen verstanden werden.

Event Webseite / 12. & 13. November 2018 / Berlin Mindspace Coworking

Hier ein kleiner Überblick, was Ihr erwarten könnt:

Wer schon mal einen Vorgeschmack bekommen möchte, (mehr …)

On The Way To New Work – Podcast

Selbst folge ich diesem außerordentlich inspirierenden Podcast von Christoph Magnussen und Michael Trautmann schon sehr lange. In ihren Interviews gehen Sie nicht nur dem spannenden Thema „New Work“ auf den Grund, sondern ermöglichen auch Menschen persönlich näher kennen zu lernen, die diese neue Arbeitswelt selbst gestalten oder mitgestalten. Nicht nur getrieben von Technologie oder sich verändernden Rahmenbedingungen, sondern mit dem starken Willen, eine (Arbeits-)Welt zu schaffen, in der wir tatsächlich leben WOLLEN. Die Reichweite dieses Teams ist auch enorm (schon nach wenigen Tagen hatte die Folge nur auf SoundCloud über 5000 Zugriffe).

In der aktuellen Folge 83 hatte ich die Ehre Einblicke in unsere Digitale Transformationsreise zu geben. In vielen Bereichen konnten wir bei Continental inzwischen beeindruckende Erfolge erzielen. Ob es um neue Arbeitsbedingungen, die Akzeptanz von modernen Kommunikationswerkzeugen oder die globale Zusammenarbeit geht. Werte, Beteiligung, Flexibilität und Vertrauen sind in den Initiativen und Projekten ein fester Bestandteil. Seit 2011 entsteht eine globale Netzwerkorganisation – begonnen mit einzelnen Netzwerken um Veränderung zu begleiten bis hin zum vielschichtigen Ansatz rund um Lernen, Veränderungsbegleitung, Adaption, Mitarbeiterbeteiligung, „lebendiges Wissen“, neue Führungsmodelle und Verbesserung der Zusammenarbeit in virtuellen Teams.

Der Podcast, was ich besonders sinnvoll finde, ist auch Teil einer konsequenten Lernreise, (mehr …)

Das Manifest – eine Vertrauensvereinbarung

MANIFESTLange davon geträumt, oft als naiv für unmöglich gehalten – seit gestern haben wir das OK für das erste Manifest für eine Softwareeinführung bei Continental. Für mich ein großer Meilenstein zu unseren gelebten Werten. „Vertrauen“ steht groß über dem Dokument. Es ist einen Vertrauensvereinbarung und damit eigentlich genau das Gegenteil seiner vielen Vorgänger. Hier wird nicht aus Angst vor Missbrauch Eingeschränkt, sondern die gewünschte Kultur bzw. das erwartete (positive) Verhalten der Mitarbeiter in den Vordergrund gestellt.

Ich bedanke mich bei allen Beteiligten, die sich getraut haben, mit uns auf diese Reise zu gehen und die so wunderbar unterstützt haben. Allen voran der Betriebsrat und Labor Relations, die hier maßgeblich den Boden geebnet haben.

„New Work Style“ ist unsere Aufgabe in dem Projekt, und genau den leben wir auch mit allen Beteiligten. So haben wir uns von Anfang an – komplett transparent(mehr …)