Seite wählen

Gemeinsam mit meiner Frau Anna-Maria Schirmer (Bildungswissenschaftlerin, Seminarlehrerin, Autorin…) entstand ein Artikel für das Fachmagazin „Kunst + Unterricht“: Fürs Leben lernen? Digitale Transformation und Schule.

Fürs Leben lernen - Artikel in Kunst + Unterricht

Wir finden es beide sehr wichtig, die aktuellen Veränderungen längerfristig und vor Allem ganzheitlich zu betrachten. Es ist so spannend, sich aus unterschiedlichen Professionen gemeinsamen Themen zu widmen – vielleicht können wir mit dem Text auch inspirieren, die eigene Filterblase zu verlassen und sich auch mit anderen intensiver auszutauschen. Digitalität geht uns alle an – daher wäre auch ein gemeinsames Verständnis wichtig um gemeinsame Lösungen zu erarbeiten.

Im Artikel geht es um den aktuellen Hype, Unterricht (oder Meetings) einfach per Videokonferenz „scheinbar“ zu digitalisieren, was in unseren Augen nicht nur ein schlechter Kompromiss, sondern auch gefährlich ist.

VUCA und Schule

Frontalunterricht mit minimaler Beteiligung ist seit Langem kritisch zu sehen – durch die fehlende DigitalKompetenz erlebt gerade der jedoch wieder Konjunktur – genau wie die PowerPoint-Vorträge in virtuellen Konferenzen, die mit dem Satz enden: „Noch Fragen? …. ich werte die Stille als Zustimmung“

KUNST + UNTERRICHT Artikel Schirmer

Unter den folgenden Zwischenüberschriften versuchen wir einen kritischen Blick zu werfen und konkrete Empfehlungen zu geben:

  • New Work, New Learning – wohin geht die Reise?
  • Automatisierung und Vernetzung
  • New Life
  • Chancen und Risiken
  • VUCA
  • Neue Möglichkeiten in der Bildung?
  • Selbstbestimmte Unterrichtsprozesse
  • Fragen Stellen
  • Neue Informationsquellen
  • Diversität im Schutzraum Schule
  • Kritisch bleiben und Schule verändern

Einen Abschnitt möchte ich hier herausgreifen:
„Fragen stellen“

… Eine weitere zentrale Kategorie für neue Lernkultur sind Neugier und Sinnorientierung.

Nur wer eine echte Frage stellt, macht sich intrinsisch motiviert auf die Suche nach einer Antwort und erwirbt so die Fähigkeit, sich Sinnzusammenhänge selbstständig zu erschließen.

Eine fragende, neugierige Haltung ist für eigenverantwortliches lebenslanges Lernen unabdingbar und damit eine Schlüsselqualifikation.

Traditionelle Formate der Wissensvermittlung übergeht den zentralen Schritt des Fragestellers häufig.

An dieser Stelle wird auch der Unterschied zwischen Lernen für eine Welt im Zeitalter der Digitalisierung und digitalen Lernprogrammen deutlich. Während Ersteres auf größtmögliche Mündigkeit zielt, untergräbt letzteres durch den kleinschrittig vor- und fremdbestimmten Lernweg individuelle Deutungs- und Bedeutungsprozesse. …

Hier noch einige Statements, die vielleicht Lust auf mehr machen:

… ohne algorithmischen Denken stünde man später zwangsläufig auf der Straße … … geht an den Erfordernissen der Zeit und der Arbeitswelt vorbei…

… in dieser Dynamik (VUCA) besteht gut, wer durch Veränderungsbereitschaft und Innovationskraft handlungsfähig bleibt…

… Auch Initiativkraft und Verantwortungsübernahme sowie die Fähigkeit, Zusammenhänge zu durchschauen und in sinnenhafter Weise zu gestalten, werden immer gefragter …

… noch nie hatte eine vergleichbar große Menge an Menschen so direkten Zugriff auf Informationen und Weiterbildung…

… heute gilt es , das Bildungsziel, Menschen zur Freiheit zu befähigen, ernsthafter und konsequenter denn je zu verwirklichen…

… Beteiligung meint dabei, dass Lernende mit ihren individuellen Dispositionen als selbstständige Konstrukteure des eigenen Lernprozesse ernst genommen werden…

Praktisches Beispiel für Kollaboration bei einer Bildbeschreibung von Dr Lars Zumbansen:

Literatur zum Artikel – bewußt in diversen Quellen:

Original Artikel (ungekürzt)

Auf LinkedIn ist der ungekürzte Artikel zum Lesen veröffentlicht:
Link zum Artikel

Erschienen ist der Artikel im aktuellen Heft von KUNST + UNTERRICHT (Friedrich Verlag) – Heft 441/442 2020 Seiten 67,68,69