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Das mit dem Mindset – Wollen statt Müssen

In der Reihe zum Begriff und Bedeutung sowie abgeleiteten konkreten Aktionen um Mindset möchte ich heute über das „Müssen“ und das „Wollen“ schreiben, was für mich viel mit dem eigenen Weltbild (wie ich Menschen sehe) zu tun hat:

Statt: Was muss verhindert /sicher gestellt werden –
Wie WOLLEN wir gerne zusammenarbeiten?

oder: von Vorschriften zu Vertrauen

Es ist bereits 10 Jahre her, da war ich in einem Meeting eingeladen, indem über 2 Stunden lang über Probleme diskutiert, gegenseitig Vorwürfe, was alles nicht oder noch nicht erledigt wurde, wer Schuld hatte und warum dieses oder jenes (mit dieser Zielgruppe) niemals klappen würde. Irgendwann habe ich die etwas platte Frage gestellt:

Gefällt Euch eigentlich Euer Job?

Die User sind angeblich „zu dumm“, das Management „entscheidet nicht“, die KollegInnen „kooperieren nicht“, Funktionen (Data Protection, Cyber Security, Labor Relations, Legal) „verhindern alles“ … das kann doch weder Freude machen, noch ein Erfolgsgefühl (Selbstwirksamkeit) noch Lust auf mehr erzeugen… und keiner war so alt, dass es aushaltbar Richtung Rente ging.

betretenes Schweigen…

„Was können wir schon dagegen tun?“ und „Das hilft uns jetzt nicht weiter“ sind manchmal Antworten, die ich dann bekomme.

work harder - müssen

Ich versuche dann ein „Bild“ zu malen: Stellt Euch doch mal vor, wie es wäre, wenn wir zusammenhelfen, wenn Funktionen einen hoch-willkommenen Service mit Ihrer Expertise bieten, wenn das Management interessiert dabei ist und aktiv mitarbeitet, wenn wir statt über die Zielgruppen mit ihnen gemeinsam an Lösungen arbeiten und wir dafür echte Wertschätzung für unsere Arbeit bekommen.

Das ist eine UTOPIE!

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Lust auf Komplexität als Schlüssel zur Zukunft

Denk mal mit

Was macht uns Menschen aus? „individuelle Differenzierung“ sagt Ernst Cassirer. Sehe ich mir all die Methoden an, die uns zugegebener Maßen in den letzten Jahrzehnten erfolgreich gemacht haben, steht hier vor Allem Reduktion, Effizienzsteigerung und der Versuch einer immer detaillierteren Beschreibung „der einen Wahrheit“ im Vordergrund. 

Es dürfte nicht schwer sein, daraus abzuleiten, dass der nächste logische Schritt die Übergabe dieser perfekt beschriebenen Prozesse (=Algorithmen) an Maschinen und Programme sein wird. Auch weil diese fehlerfreier, günstiger sowie berechenbarer sind. Deutlich einfacher optimierbar per Upload oder „Maschinenlernen“ sind sie auch. Was bleibt dann für uns Menschen? Genau darüber mache ich mir in diesem Artikel Gedanken.

Meine These: Menschen sind perfekt geeignet für den Umgang mit Komplexität – wir haben es uns nur abtrainiert.

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LIKEs sind mehr als Wertschätzung

Auf diversen Kanälen habe ich gefragt, was ein Like oder Kommentar im ESN (Enterprise Social Network) – also unternehmensinternen sozialen Netzwerken – bedeutet. Hintergrund waren die Fragen von Führungskräften, die zwar immer mehr diese Tools nutzen, aber gerade diesem „Feature“ keinen tieferen Sinn entnehmen konnten.

Perspektiven auf Likes

Spannend fand ich, dass fast alle Kommentare dazu „nur“ den natürlich extrem wichtigen Grund „Wertschätzung“ anführten. Vielleicht empfiehlt es sich zur Einführung das Thema „Feedback“ zu lesen: Feedback = Engagement

Meine Erfahrung und Nutzung von ESN mit diversen, globalen Netzwerken in Projekten, Initiativen oder auch in der täglichen Arbeit, geht weit über reine Wertschätzung hinaus.

Ich möchte den Bericht deutlich von viel-gelikten Katzenvideos, Politikerbashings oder Witzen abgrenzen – wir sprechen hier vom „reifen Umgang“ im Organisationskontext (so wie ich es inzwischen vielfach erlebe, gestalte und nutze)

Hier also mein erster Versuch, die verschiedenen Perspektiven und Wirkungen zu benennen:

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