Anlässlich meiner Einladung als Mitglied in die Rulebreaker Society möchte ich auch andere inspirieren und begeistern, unsere Welt ein klein wenig besser zu machen!

Sven Gábor Jánszky ist ein leidenschaftlicher Trendforscher, Keynote Speaker und „Rulebreaker“, den ich meist digital seit einigen Jahren begleite und schon sehr spannende Gespräche mit Ihm hatte. Sein jährlicher Zukunftskongress ist ein wunderbarer Ort um die Zukunft zu erleben und mitzugestalten. 2016 konnte ich dabei sein und mit vielen brillanten Menschen sprechen. Ich sehe viele Innovationen heute sehr kritisch – gerade deshalb finde ich es so wichtig, zu verstehen und eventuell mitreden zu können. Hier meine Notizen.

Ich möchte den Begriff #Weltverbesserer wieder positiver energetisieren

es ist nicht arrogant oder falsch, die Welt verbessern zu wollen, sondern eigentlich unsere Pflicht!

Ich bin aufgewachsen in einer Zeit, in der es hieß „Mach, was man Dir anschafft“, halte Dich an „Regeln“ – wenn Du nicht auffällst, bekommst Du keinen Ärger. Wenn ich heute mit wachen Augen durch die Welt gehe, sehe ich unendlich viele Missstände, die es nur gibt, weil viel zu Wenige „den Mund aufmachen“ oder noch besser etwas dagegen tun. Damit ist nicht Gewalt, Bedrohung oder kriminelles Verhalten gemeint! Es fängt mit dem „Danke“ an, geht über das „persistente Nachfragen“ weiter („das ist halt so“ oder es ist „alternativlos“ ist KEINE Antwort) und führt zu aktiven „Gegenvorschlägen„, die Alternativen erlebbar machen.

Erst vorgestern war ich bei einem Autohaus für einen Service Termin. Die Dame am Schalter hat aufwändig meinen Fahrzeugschein abgetippt, dann weitere Infos abgefragt, ausgedruckt und mir am Ende eine Karte mit einem Termin (in 3 Wochen) gegeben. Sehr freundlich wollte ich die unter 30-jährige neugierig machen: Heute sind alle Fahrzeugdaten im Schlüssel gespeichert, die durch einfaches Auflegen am Schalter ausgelesen werden können, den Termin kann man einfach als Kalendereintrag schicken (auch selbst buchen) – und damit für den Kunden ein echter Lösungsbegleiter zu sein, statt schlecht bezahlte Tipperin. Ihr Kommentar: „Ich mach was gesagt wird“ … was für eine geistige Bankrott Erklärung (vom ineffizienten Autohaus gar nicht zu sprechen).

Mit dieser kurzen, aktuellen Geschichte – und die erlebe ich täglich – möchte ich die dringende Notwendigkeit von mutigen Regelbrechern beschreiben, wenn wir wieder innovativ werden wollen, oder einfach nur „respektlose“ Arbeiten zu vermeiden.

Ich möchte meine und die Zukunft meines Umfelds mitgestalten (sonst bekommen wir eine, die wir nicht wollen //BEUSS). Das hat nichts mit Arroganz zu tun! JEDER kann seine Welt, jederzeit, verändern – und das hat Einfuss auf das Umfeld. So lange wir darauf warten, dass es jemand anders „für uns“ tut, führt das zu einer Logik-technikgetriebenen und vermutlich wenig menschlichen Zukunft.

Regeln sind Mechanismen, die für Stabilität und Verlässlichkeit sorgen – daran ist erst mal nichts auszusetzen. Wenn sich allerdings die Rahmenbedingungen ändern (Welt vernetzter, digitaler, neue Märkte, neue Beteiligte, kürzere Zyklen, mehr Beteiligte, schnellere Veränderungsgeschwindigkeit, Unplanbarkeit…) braucht es (nach Darwin) Anpassungsfähigkeit. Anpassung bedeutet Altes nicht mehr oder Neues zu tun. Ein Regelsystem mit Prozessen, Rollen und Werkzeugen, die das sicherstellen, schützt sich gegen diese Veränderung. Deshalb braucht es Rulebreaker, die das „Hirngefängnis“ verlassen und – natürlich im besten Sinne des Menschen und der Unternehmen – Experimentieren.

Rule Breaker:

  • fragen nicht um Erlaubnis – sie bitten um Entschuldigung, wenn es nicht klappt
  • legen ihr „Baby“ auf den Tisch und reden nicht nur darüber (Dück)
  • investieren persönliche Ressourcen
  • lassen sich nicht durch Regeln, Prozesse oder Rollen stoppen
  • interessieren sich nicht für Status Quo, Massenmeinung oder andern zu gefallen
  • haben nicht nur Freunde
  • verbannen „ABER“ aus dem Wortschatz
  • haben eine Vision und Mission, auch wenn die nicht in einem Satz erklärbar ist
  • sind neugierige, begeisterte Menschen, die nicht „standardisiert“ wurden
  • werden keine typische Karriere haben
  • sind „anständige“ Menschen, die nicht Krawall suchen, sondern die Welt verbessern wollen

 

Mehr zur Rulebreaker Society

 

Was Du sofort tun kannst – begib Dich auf eine spannende und erfüllende Reise, die SINN macht:

  • Sei Neugierig – frag nach dem „wozu“ … und gib Dich nicht mit der ersten Antwort zufrieden
  • Vernetze Dich mit spannenden Leuten – auch solchen, die NICHT Deiner Meinung sind
  • Nimm nicht alles hin!
  • Bleib dran – Rückschläge und Scheitern ist Lernen!!!
  • Sei immer freundlich aber bestimmt – Nörgler, Querulanten und Zerstörer will keiner
  • Bilde Dir eine echte Meinung, und sei bereit, diese wieder zu ändern!
  • Erlebe Selbstwirksamkeit im Kleinen und trainiere Deinen Veränderungsmuskel
  • Sei MUTIG!

 

Hör auf zu MÜSSEN
und fang an zu WOLLEN!