Warum wählen wir Revolution statt Evolution?

Warum Abriss-Birne, unter der alle leiden, wenn wir auch in kleinen, rechtzeitigen Schritten schmerzfrei(er) und gemeinsam, respektvoll wirksam werden können? Wir haben schon so viele Lösungen, Antworten, Möglichkeiten… was hindert uns?

Revolution oder Evolution - wie intelligente Transformation gelingen kann...
Revolution oder Evolution – wie intelligente Transformation gelingen kann…

2019 habe ich einen Artikel über digitale Transformation geschrieben. Darin habe ich Organisationen mit einem lebenden Organismus verglichen. Organisationen haben ein Immunsystem, das sie vor Veränderungen schützt, das ist notwenig.

Ich habe 2 „Säulen“ der Stabilität identifiziert, die wir uns sehr genau ansehen sollten, wenn wir wirklich „Transformation“ wollen
Eine evolutionäre (schmerz- und stressfreiere) Transformation
würde ich einer von außen getriebenen Revolution vorziehen.

Regeln, Rollen, Prozesse und Strukturen sorgen für Stabilität. Sie machen Organisationen planbarer, berechenbarer und verlässlicher. Sie verhindern Abweichungen und sorgen dafür, dass nicht jeden Morgen alles neu verhandelt werden muss. Das hat uns viele Jahre weltweit erfolgreich gemacht. Nur hat dieses Immunsystem einen unangenehmen Nebeneffekt:

Unsere Organisations-Systeme bekämpfen Veränderung.

Wir wollen Transformation. Wirklich?

Fast überall wird heute Transformation gefordert. Wir wollen Unternehmen transformieren, seit Jahrzehnten unser Bildungssystem, schon aus finanziellen Gründen das Gesundheitswesen. Die Verwaltung wird dauerhaft kritisiert – selbst die Beamt*innen sagen unisono „bei uns ist alles viel schlimmer“. Die Politik fällt von einer Krise in die Nächste – Parteiübergreifend. Die Kirche ist in westlichen Ländern bereits aus dem Fokus geraten – zu weit weg von der Lebensrealität der Mehrheit, leider. Unsere Energieversorgung, die Mobilität – es gibt kaum einen Bereich, der nicht intensiv in Frage gestellt wird.

Besonders blicken wir aktuell auch auf unsere Wirtschaft – digitale, ökologische, ökonomische- und nicht zuletzt die KI-Transformation ist omnipräsent.

Gleichzeitig tun wir erstaunlich viel dafür,
dass möglichst alles bleibt, wie es ist.

Wir bauen weiter Regeln und Prozesse, um Abweichungen zu verhindern. Wir definieren immer kleinteiliger Rollen und Zuständigkeiten. Wir messen nicht nur Ergebnisse sondern dank moderner Technik jeden noch so kleinen Schritt und vergleichen sie mit Erwartungen.

Wir entwickeln Karrierewege, in denen diejenigen erfolgreich werden,
die im bestehenden System erfolgreich funktionieren –
und filtern fleißig alles aus, was Stabilität gefährdet, anders denkt oder handelt.

Das ist kein Vorwurf – eine intensive Beobachtung und Analyse der vergangenen Jahre. Es ist zu einfach Schuld zu suchen und mit dem Finger auf andere zu zeigen.

Unsere Systeme tun genau das,
wofür es gebaut wurden:
Sie stabilisieren sich.

Je weiter Menschen darin nach oben kommen, desto größer werden Verantwortung, Fallhöhe und Risiko. Risikominimierung ist deshalb zunächst einmal nachvollziehbar. Nur ist sie inzwischen selbst zum (vielleicht größten) Risiko geworden.

Das System sind nicht „die da oben“

Es wäre einfach, jetzt auf Vorstände, Politiker, Beamte, Kirchenvertreter oder andere vermeintlich Verantwortliche zu zeigen. Das greift mir zu kurz, denn es gibt eine zweite Säule der Stabilität:

Wir selbst – die Menschen

Wir haben Angst vor Kontrollverlust, weshalb wir versuchen alles zu vereinfachen – und genau solche „einfachen“ Antworten lieben. Und wir haben Angst vor Machtverlust – im Kleinen, wenn wir etwas neues lernen sollen (und potentiell Scheitern könnten) oder im Großen, wenn neue Strukturen unseren Status Quo, Sozialen Stand, Ansehen oder finanziellen Status gefährden. Das ist natürlich völlig menschlich und verständlich!

Moderne coKreations-Netzwerke verteilen Macht um Souverän, schnell und Kontext-intelligent handlungsfählig zu sein. Echte Beteiligung macht Ergebnisse vielfältiger und weniger vorhersehbar. Vielfalt produziert keine einfachen Antworten – aber passendere. Selbstorganisation stellt klassische Führungsrollen infrage.

Wir wünschen uns Klarheit, wollen wissen, was richtig ist und was falsch. Deshalb klingen Vorgaben weniger nach unfrei denn als Handlungsrahmen (Sicherheit nichts falsch zu machen). Zuständigkeiten gelten als Schutz – obwohl sie gleichzeigt immer öfter als (speziell bei individuellen Themen und in komplexeren Kontexten) unfair, sinnfrei gelten, bzw. missbraucht werden. Kennzahlen – erwecken den Schein von Einschätzbarkeit und ermöglichen einfache Urteile (die so gefährliche Auswirkungen haben, da die Zahlen selbst das um was es geht nicht transportieren können). So viele möchten einen (detailierten) Plan um genau zu wissen, was, wann, wer, wie zu tun ist… als wären wir kleine Zahnräder, oder Roboter, die nach Programmierung rufen. Ich denke ich muss nicht darauf hinweisen, dass alles, was so genau beschrieben werden kann/wird – mehr und mehr von echten Robotern, KI und Algorithmen übernommen wird.

Der „Malen nach Zahlen“- ArbeitsModus
ist kein Zukunftsmodell für Menschen!

Und wenn es schwierig wird, suchen wir jemanden, der uns sagt, wo es langgeht – was den Erfolg von diversen Patriarchen mit vereinfachten Lösungen erklärt: Drogenproblem, Kriminaliät, Klimaflüchtlinge… kein Problem – wir bauen eine Mauer (die kann sich jeder vorstellen) – Kann aber niemals auch nur eines der beschriebenen Probleme langfristig lösen. Aber „die Mauer“ passt in jede Schlagzeile, jedes Bildungsniveau versteht es, selbst die Umsetzung verlangt kaum Qualifikation.

Wir bezahlen für solche respektlos vereinfachten Antworten mit unserer Freiheit, unserer Selbstwirksamkeit und spitzen die Probleme weiter zu, bis sie eskallieren – was zur Revolution führt… die ist dann auch wieder „einfach“ – alles kaputt machen und von vorne beginnen.

Diese beiden Säulen – die sich selbst stabilierenden Systeme
und wir Menschen, die so gerne einfache Antworten und richtig-falsch Vorgaben bekommen,
verstärken sich gegenseitig.

Wir haben so viel gelernt – und nutzen es so wenig

Das beschäftigt mich besonders und hat mich vor um 2023 ordentlich deprimiert – wie kann es sein das wir so viel wissen aber kaum etwas davon langfristig umsetzen?

Wir haben in den vergangenen Jahrzehnten unglaublich viele neue Formen der Zusammenarbeit entwickelt und erprobt:

Agile Arbeitsweisen. Netzwerke. Communities. Co-Creation. Beteiligungsformate. Social Learning. Barcamps. Working Out Loud. Enterprise Social Networks. Open Innovation. Selbstorganisation. Neue Führungsmodelle.

Wir können heute Tausende Menschen miteinander ins Gespräch, in Zusammenarbeit oder gar coKreation bringen. Wissen ist weltweit verfügbar, wir können sogar fast überall studieren – kostenlos. Menschen verbinden sich miteinander, die sich früher niemals gefunden hätten und können gemeinsam Probleme lösen, ihre „Themen“ besprechen, sich zugehörig fühlen.

Ich durfte vieles davon selbst ausprobieren, entwickeln und international einsetzen und habe immer wieder erlebt, wie gut das funktioniert, besonders wenn wir Menschen ernst nehmen, ihnen etwas zutrauen, sie beteiligen. Wenn wir Fragen stellen statt Antworten vorgeben, unser Wissen frühzeitig in Prozessen teilen und damit gemeinsam Lösungen erarbeiten.

  • Aus Zutrauen entsteht Neugier.
  • Aus Neugier entsteht eigenes Handeln.
  • Aus eigenem Handeln entsteht Selbstwirksamkeit.
  • Daraus entsteht Bindung und Gemeinschaft.

Und trotzdem schaffen wir es erstaunlich selten, diese Dinge nachhaltig in unseren Systemen zu verankern.

Warum?

Das Neue soll funktionieren – aber bitte nach den Regeln des Alten

Vielleicht liegt genau hier ein Denkfehler. Wir versuchen neue Arbeitsweisen in bestehende Systeme einzubauen, deren grundlegende Logik jedoch unverändert bleibt.

  • Wir wollen Unternehmer*innentum – und bestrafen Fehler.
  • Wir wollen Beteiligung – solange Entscheidungen dadurch nicht schwieriger werden.
  • Wir wollen Vertrauen – und bauen gleichzeitig immer ausgefeiltere Kontrollsysteme.
  • Wir wollen Vielfalt – und standardisieren/automatisieren Lebensläufe, Lernwege und Karrierepfade.
  • Wir wollen selbstständige Mitarbeitende – und holen sie zurück ins Büro, sobald uns ihre Selbstständigkeit unangenehm wird.
  • Wir wollen Transformation – aber bitte ohne Kontrollverlust.

Das funktioniert nicht.

Müssen wir wirklich erst gegen die Wand fahren?

Wenn wir in die Geschichte schauen, sind wirklich große Veränderungen erstaunlich häufig nicht entstanden, weil Menschen frühzeitig eine bessere Zukunft erkannt und sie gemeinsam gestaltet haben. (Intelligentes, vorausschauendes Handeln?)

Revolutionäre Veränderungen die „von außen“ initiiert wurden sind Kriege, Wirtschaftskrisen, Ressourcenknappheit, Naturkatastrophen, Technologische Disruption, Zusammenbrechende Institutionen.

Sehr häufig verändert sich etwas grundlegend, wenn es nicht mehr anders geht. Das erinnert mich an John Kotters berühmten „Sense of Urgency“. Ich hadere damit natürlich, seit ich das kenne – wohl wissend, dass es einer realistischen Beobachtung entspricht.

Natürlich funktioniert Dringlichkeit.

Intelligentes Verhalten kümmert sich aber um Wichtiges, bevor es Dringlich wird!

Wenn das Haus brennt, diskutieren wir nicht drei Jahre über die neue Brandschutzstrategie. Wir handeln und an dem Zeitpunkt ist das richtig. Aber ist das intelligent, zu warten ob das Haus wirklich brennen wird, während wir wissen, wie wir einen potentiellen Brand verhindern könnten?

Dumme oder intelligente Transformation?

Die Formulierung ist bewusst provokant. Mit „dumm“ meine ich natürlich nicht die beteiligten Menschen sondern den Mechanismus der abläuft.

Dumme Transformation wartet,
bis Veränderung alternativlos wird.
Sie REagiert.

Der Druck kommt von außen. Angst mobilisiert mobilisiert uns – der Überlebenssinn kickt ein. Handlungsmöglichkeiten werden natürlich deutlich weniger. Stress und Geschwindigkeit steigen. Und plötzlich werden Dinge möglich, die vorher angeblich undenkbar waren. Es ist in Organisationen die „Stunde der FeuerwehrManager“ – das sind die, die dann im Alleingang die Titanik (angeblich) retten. Die Helden, denen wir diese Kompetenzen zusprechen. Ich möchte das nicht grundsätzlich in Frage stellen – aber der Mechanismus dahinter, ist ein sehr altes Konzept – „totale Reduktion und absolute Macht“ … so kann man natürlich schnell agieren – besonders Männer lieben diese ultimative Handlungsmacht… zumindest jene, die sie ausüben dürfen.

Im Kern ist dieser Heldenmechanismus
ein ziemlich ursprüngliches Überlebensprogramm.

Fight. Flight. Freeze. Das kennen wir aus dem Tierreich … es ist nicht besonders intelligent und funktioniert im Urwald, im direkten Kampf und unter Ausschluss der Kenntnis aller menschlichen Errungenschaften der letzten 1000 Jahre. Sollten wir das glorifizieren?

Intelligente Transformation sieht für mich anders aus.

Antizipieren > Vorausschauen > Frühzeitig reagieren > Unterschiedliche Möglichkeiten explorieren > Experimentieren > Lernen >bewusst handeln, solange wir Handlungsspielraum haben.

Nicht: „Wir müssen!“ sondern: „Wir könnten.“ oder noch besser „Wir WOLLEN“

2019 habe ich meinen Artikel mit „Evolution or Revolution – YOU choose!“ überschrieben, heute beschäftigt mich daran eine andere Frage: Warum wählen wir so häufig Revolution statt Evolution?

Vielleicht kann man ein neues System nicht im alten installieren

Mein Beispiel ist die – nicht nur für mich erstrebenswerte – Kreislaufwirtschaft. Wenn wir ernsthaft von einer linearen Wachstums- und Wegwerflogik zu Kreislaufwirtschaft kommen wollen, reden wir nicht über einen optimierten Prozess.

Wir reden über einen Systemwechsel. Dafür müssen Unternehmen, Lieferant*innen, Kund*innen, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft anders kommunizieren und zusammenarbeiten. Die klassischen Systeme scheitern schon ab 7 Personen nach der alten Haltung „Viele Köche verderben den Brei“ (Wer möchte schon Brei!!) – statt… „Je mehr Köche, um so reichhaltiger und individueller die Ernährung“

Für eine nachhaltige, ganzheitliche Kreislaufwirtschaft brauchen wir Vernetzung, Transparenz, Andere Informationsflüsse/ Anreize/ Werte. Eine andere Form des Konsums. Und natürlich nachhaltige, resourcen- und kulturbewusste Formen wirtschaftlichen Erfolgs.

Wenn ich aus diesem möglichen Zukunftssystem her denke, sind viele der Dinge, mit denen ich mich seit Jahren beschäftige, keine „netten Methoden für bessere Zusammenarbeit“ mehr.

Netzwerke, Communities, Default Open, Pull statt Push, Beteiligung, Vertrauen, Lernen, Vielfalt und Selbstwirksamkeit
werden zu Voraussetzungen für ein anderes System.

Und vielleicht liegt darin auch mein persönliches Dilemma:

Wir haben viele Werkzeuge für die Zukunft entwickelt – versuchen aber, sie innerhalb der Logik der Vergangenheit zu betreiben.

Das kann eine Zeit lang funktionieren. Aber wenn das alte System bedroht wird, schlägt sein Immunsystem zurück, einiges davon lässt sich überall erleben.

Also doch Revolution?

Ich glaube an Menschen – habe zu viele großartige Beispiele erlebt – und spüre überall die wachsende Unzufriedenheit, den Schmerz, die Überforderung… den großen Wunsch nach Veränderung. Revolution bedeutet häufig, dass etwas erst zerbrechen muss, bevor Neues entstehen kann. Dabei verlieren fast alle – das können wir nicht wollen.

Können wir einen Systemwechsel gestalten, bevor uns der Zusammenbruch dazu zwingt?

Können wir das bestehende System lange genug funktionsfähig halten und gleichzeitig Räume schaffen, in denen das Neue entstehen kann? Nicht mit einem perfekten Masterplan, auf den wir lange warten können – und wenn er kommt, wäre er viel zu komplex.

Es passiert schon überall mit vielen Experimenten. Beobachtungen, was funktioniert. Lernen zeigt sich in so vielen neue Formen, Vernetzung von Themen, Disziplinen und Menschen. Wir können erfolgreiches organisch größer machen. Die alte Vereinfachung entweder-oder in ein wertschätzendes „sowohl-als-auch“ wandeln.

Vielleicht sollten wir lernen,
Transformation nicht als großes Projekt mit Anfang und Ende zu betrachten,
sondern als Fähigkeit, uns kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Aber was kann ich schon daran ändern?

Das ist natürlich ein dickes Brett. Wirtschaftssystem, Politik, Bildung, Gesundheitsystem, Kirche – Was soll ich als Einzelner daran ändern?

Ich habe vollen Einfluss auf meine direkte Umgebung!

Meinen Circle of Influence.

  • Als Führungskraft kann ich anders führen.
  • Als Lehrkraft kann ich Lernenden mehr zutrauen.
  • Als Politikerin kann ich Menschen früher beteiligen.
  • Als Manager kann ich Wissen öffnen, statt es zu kontrollieren.
  • Als Mitarbeitende*r kann ich Fragen stellen, Wissen teilen und andere einladen.
  • Als Mensch kann ich anderen Menschen etwas zutrauen, sie einladen gemeinsam wirksam zu werden.

Das verändert nicht sofort das System aber es verändert etwas Entscheidendes:

Menschen erleben, dass es auch anders geht,
und diese Erfahrung kann niemand mehr zurücknehmen.

Ich kann die Welt verändern?!

Vor vielen Jahren sagte ein CIO zu mir:

„Herr Schirmer, seien Sie doch nicht so naiv.
Sie können die Welt nicht verändern.“

Ich wiedersprach ihm – obwohl ich natürlich weder den Hunger in der Welt, noch Kriege beenden kann.

  • Aber wenn ich mich verändere, reagieren Menschen anders auf mich.
  • Wenn ich ihnen vertraue, können wir beide Vertrauen erleben.
  • Wenn ich Fragen stelle, können andere nachdenken und Antworten entwickeln.
  • Wenn ich Wissen teile, können andere damit weiterarbeiten.
  • Wenn ich Verantwortung abgebe, können andere diese übernehmen und Selbstwirksamkeit erleben.

Damit verändert sich mein Umfeld – und schon sehe / erlebe ich tatsächlich eine andere Welt.

Nicht warten, bis wir uns verändern müssen.

Neugierig genug sein, heute schon auszuprobieren, wie die Welt aussehen könnte, in der wir morgen leben wollen.

Meine erstrebenswerte Welt für andere erlebbar machen!
(nicht als „die Lösung“, sondern „eine Möglichkeit“)

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Kommentare

2 Kommentare zu „Warum wählen wir Revolution statt Evolution?“

  1. Avatar von Nicole Ost

    Wenn ich Deinen Artikel lese, möchte ich laut applaudieren, auch wenn ich beim Lesen allein in meinem Büro sitze. Danke dafür, Harald!
    Zukunftsfähigkeit entsteht nicht durch einzelne Change-Projekte, sondern durch eine dauerhaft verankerte Fähigkeit zur Veränderung/Transformation. Damit das gelingt, müssen Menschen glauben (wollen), dass es auf sie ankommt. In der Erlebenswelt vieler Menschen sitzt allerdings der Gedanke fest, dass ein Mensch allein nichts ausrichten kann (wie es der CIO damals zu dir sagte) und das ist eben nicht wahr. Hoffentlich klären viele einzelne Beispiele diesen Irrtum bald auf.
    Dann klappt es auch mit der intelligenten Transformation. Ich bin auf jeden Fall dabei!

  2. Avatar von Andrea Sternberg

    Lieber Harald,
    du bringst die komplexen Zusammenhänge bestechend auf den Punkt. Die Verbindung zwischen Individuum, Kultur und Organisation.
    Ja, es sind die CoCreation-Netzwerke innerhalb und außerhalb der Unternehmen auf die es ankommt. Such die psychologischen Dynamiken, die du beschreibst sind dabei nicht unterschätzen. Sie brauchen unsere Haltung, unsere Reife und die gemeinsame Absicht. Du trägst dazu bei, dass wir weitermachen können, denn ohne das jeweils eigene Wachstum werden auch solche plausiblen aber so scheren Prozesse nicht gelingen, um cocreativ schnell und Kontext-intelligent handlungsfählig zu sein. Echte Beteiligung besucht Offenheit und eigene Veränderungsfähigkeit. Ich unterstütze deinen Artikel sehr.

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