Soziale Netzwerke habe ich schon sehr viele genutzt. Immer wieder von vorne gelernt, Follower aufgebaut, inspirierende Diskussionen und wertvollen Austausch erlebt… und dann erleben müssen, wie sich diese Plattformen vom „Kund*Innen“ Nutzen wegentwicklet haben.
Heute habe ich mein Mastodon Profil vom bisherigen Server auf meinen „eigenen“ umgezogen. Das geht im Fediverse recht einfach und schnell – und man verliert auch seine Follower nicht (irgendwo sind doch ca. 30 verschwunden) – leider aber die Aktivitäten, also Beiträge, Bilder etc. Die lassen sich zwar einfach sichern, aber nicht umziehen.

Das Fediverse erlaubt jedoch viele andere wertvolle Funktionen, die in klassischen Sozialen Netzwerken – aus Gründen – meist unterbunden werden. So gibt es offene Schnittstellen, keine Algorithmen, deren Aufgabe es ist, dich zu beeinflussen, keine Vorgaben, wo und wie man links einbaut, keine plötzliche de-priorisierung von Hashtags, die so wichtig für die dynamische Struktur im Mitmachinternet sind. Es gibt keine gekappselten In-App-Browser und niemanden, der Deine Daten kaufen oder verkaufen kann.
Es war bereits mein zweites Profil, das ich auf dem Server von https://colearn.social mit über 1400 Posts betrieben habe. Ursprünglich 2021 auf https://mastodon.social gestartet, habe ich die „lokale Timeline“ der Corporate Learning Community als sehr wertvoll erlebt.

Ab heute geht es auf meiner eigenen Instanz – gehostet bei https://weingaertner-it.de in Deutschland – weiter. Mit besserer Suchfunktion kostet mich der Server ca. 40€ im Jahr.
Warum eigentlich wechseln?
Getriggert durch eine Frage: „Wo sollte ich Dir folgen – damit ich alles mitbekomme?“ habe ich mir die letzten Tage viele Gedanken gemacht, wie ich diese Frage gut, nachhaltig und einfach beantworten kann. Schließlich gab es bisher so viele Möglichkeiten – jeweils mit unterschiedlichen Inhalten auf LinkedIn, in meinem Blog, mein Newsletter, Mastodon, Pixelfed, Flickr, YouTube, WSocial und andere Kanäle…
Der Hauptgrund:
Ich möchte mir (und Euch) auch nicht mehr von Plattformen vorschreiben lassen, wie viele Hashtags ich verwende, das Links nur in Kommentare sollen (unpraktisch) oder welche Inhalte ich von einem Algorithmus angezeigt bekomme und welche nicht (obwohl ich Euch folge)
Mein Server erlaubt keine Registrierungen – ich bleibe also vorerst der einzige Benutzer auf der Plattform – nichtsdestotrotz können wir uns dort natürlich folgen, diskutieren, Feedback geben usw. Nutze dafür gerne eine der anderen öffentlichen Server im Fediverse z.B. den größten (quasi das Original) https://mastodon.social oder, wenn Du aktive*r Lerner*in bist auch https://colearn.social
Hier also mein neuer Setup – folge mir gerne:
Noch sind es mehrere … ich arbeite noch an der weiteren Konsolidierung 😉
- Alle kleinen und großen Updates: @haraldschirmer@harald-schirmer.de (Mastodon)
- Neue Blogbeiträge mit detailierten Artikeln hier: Newsletter
- Business Updates: LinkedIn

Mein Blog ist dabei auf der Hauptdomain: www.harald-schirmer.de während der Mastodon Server auf social.harald-schirmer.de erreichbar ist. (Man kann Sub-domain und Hauptdomain beim Hosting trennen)
Tipp: eigentlich wollte ich einen anderen Profil-Namen, da @haraldschirmer schon etwas seltsam aussieht. Die erste Idee, es wie bei der eMail adresse: mail@harald-schirmer.de zu benennen (@social@harald-schirmer.de) macht aber keinen Sinn, da bei at-Mentions nur der Benuter ohne Server angezeigt wird, also @social…
Wie lange es dauern wird, wieder eine ähnliche Interaktion zu erreichen wie ich es damals auf Twitter oder in den „guten Jahren“ bei LinkedIn erleben durfte, wird sich zeigen. Gebt mir gerne Feedback, was ich tun kann, damit es für Euch spannend und wertvoll ist, diesen Schritt zu tun!

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