Wie Vertrauen durch Führung gestalten?

BegriffsDeutung: Führung × Vertrauen

Führung ermöglicht Vertrauen, indem sie sich und anderen etwas zutraut und zuerst vertraut. Überall reden wir von „Vertrauen“, nur selten, wie konkret das „entsteht“ (es entsteht nicht, man muss es aktiv gestalten). Zuden erlebe ich es für besonders hilfreich, wenn wir es uns etwas leichter machen, schrittweise vorzugehen – oft ist der „Idealzustand“ zu weit weg vom gewohnten Verhalten.

Führung und Vertrauen in 3 Stufen
Visualisierung erstellt mit KI

Ich teile den Entwicklungsweg einer Führungskraft dabei in 3 Stufen:

  • Stufe 1: „wollen“ (Orientierung, Bewusstsein, Verstehen, individuell)
  • Stufe 2: „können“ (Erfahrung, Kompetenz, Anwendung, interaktion)
  • Stufe 3: „ermöglichen“ (Gestaltung, Wirkung, Verkörpern, Systemisch)

Was bedeutet also Vertrauen in Zusammenhang mit Führung in den 3 Stufen:

*1* Wollen:

Vertrauen zuerst auszusprechen ist eine Führungsentscheidung. Wer es tut, gibt anderen die Möglichkeit, es zu rechtfertigen. (Beginnt mit Zutrauen – sich und anderen)

*2* Können:

Führung, die Vertrauen kann, macht es konkret – durch Transparenz, durch Konsequenz, durch das Aushalten von Unsicherheit ohne Rückfall in Kontrolle. Vertrauen aufbauen wird zum täglichen Ritual.

*3* Ermöglichen:

Wenn Vertrauen zur Grundannahme wird, verändern sich Kommunikation, Entscheidungsgeschwindigkeit und Fehlerkultur gleichzeitig. Führung schafft hier dauerhaft – psychologisch sichere – Räume (digital, hybrid, analog) – die auch in Abwesenheit gehalten werden.

Unsere Aufgabe:

Als Organisationsentwickler hab ich die Erfahrung gemacht, dass wir oft aneinander vorbeireden – Begriffe nicht gut geklärt sind und die Vielzahl an Anforderungen and Führungskräfte verwirrend sind. Deshalb versuche ich das besprechbar zu machen. Besonders, wenn es um neue geht, die sich von früherem, oft lange geübten Verhalten (hier z.B. : Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser) deutlich unterscheidet.

Vertrauen ist in meiner ganzheitlichen Sichtweise der Zusammenarbeit ein essentieller Humus, auf dem sehr viel Gutes und Erfolgreiches wachsen kann. Für die Arbeit in modernen CoKreations-Organisationsformen wie Netzwerken und Communities ist es essentiell, diese Kompetenzen sehr sichtbar zu zeigen.

Es ist unsere konkrete Aufgabe dieses Verhalten schrittweise zu entwickeln und nachhaltig zu verankern – über Selbstwirsamkeitserfahrung, erlebte Erfolge und ehrliches Feedback.

Quellen dazu in meinem Blog:

Konkrete Beispiele und Erfahrungen helfen

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