Eine kleine Zusammenfassung meines Vortrags – mit Fokus auf die Lernhacks, die besondere Wirksamkeit bewiesen haben.

Viele neue komplexe und dynamische Herausforderungen und wir lernen immer noch per Katalog?
Im Vortrag ging ich nach kurzer Einleitung auf konkrete Lernreisen ein, die jedes Unternehmen schnell und einfach umsetzen kann. Im Fokus stehen Respekt vor Individualität, Digitale Möglichkeiten, echte Beteiligung, Neugier und Selbstwirksamkeit sowie „WIRgewinnt“ – und damit Social Learning als Hebel
Die Audio-only-Version könnt Ihr Euch hier anhören:
Konkret haben wir uns folgende besonders erfolgreiche Lern-Formate angesehen:
- aufgabenbasiertes Lernen
- Info-Grafiken
- Knowledge Broker für lebendiges Wissen
- New Work Style Workflows
- Reverse Timeline
- Working Out Loud / LernOS
Gerne teile ich Erfahrungen aus über 15 Jahren LernGestaltung in meiner Rolle in globalen Transformationsinitiativen im Konzern und natürlich der großartigen Corporate Learning Community gUG mit inzwischen über 12.000 Mitgestaltenden.
Hier Details zu den konkrete Lern-Setups:
Aufgabenbasiertes Lernen:

Statt sinnloser Aufgaben in Spielumgebungen (Playgrounds) zu bearbeiten, lernen wir direkt im Livesystem an echten Aufgaben, aber mit professioneller Begleitung und transparentem Austausch (so können auch die mitlernen, die „nur zufällig vorbeischauen“ oder neugierig sind). Das erzeugt Sinnhaftigkeit und Ernsthaftigkeit. Fehler oder Risiken haben (frühzeitig) echte, aber kontrollierte Auswirkungen und ersetzen damit teure und zeitintensive Piloten. Am Ende steht nicht nur ein reell-getestes Produkt, Service oder Workflow, sondern auch schon das Ergebnis, auf das in der Regel alle auch stolz sind.
Infografiken:

Ein großer Teil der Menschen lernt visuell – Infografiken bedienen in ihrer Verdichtung, farbigkeit und als Anker zum Austausch genau dieser Lernform. Der wichtigste Teil ist nicht das Erstellen der Grafiken oder des Layouts, sondern der Denkprozess dahinter. Es geht darum, Kernaussagen zu finden, relevante „USP“ Alleinstellungsmerkmale zu identifizieren und diese in der Gruppe zu challengen. Das Erstellen ist eine mega Lernerfahrung mit viel Spaß und hoher Wirkung – gefolgt von großem Kommitment (ich war dabei) und automatisch zu Menschen die dafür Multiplikator*innen werden.
>> Beispiele von Infografiken in der Wiki
Knowledge Broker:

Wissenshändler*innen (Knowledge Broker) managen nicht Wissen in Datenbanken, sie „leben“ Ihre Wissen in der Anwendung und dem darüber sprechen – sie sind Botschafter*innen, Forums-Moderator*innen, validieren FAQs, geben kurze Lern-Sessions, machen neugierig, vernetzen Wissengebiete…. Es sind Menschen mit Leidenschaft für bestimmte Tools oder Aufgaben, die ihr Wissen in Blogs und Foren teilen. Sie moderieren den sozialen Support, wodurch Fragen transparent für alle beantwortet werden. Alle profitieren davon, die Organisation lernt schneller und baut nach und nach relevantes organisationales Wissen, Feedback-Kultur und Wertschätzungskultur auf.
New Work Style Workflows:

Visualisierung des Unterschieds zwischen alten und neuen Arbeitsweisen. Früher wurden Dokumente als Kopien per E-Mail hin- und hergeschickt (7 Schritte). Heute teilen wir einen Link und bearbeiten gemeinsam ein Dokument in der Cloud (2 Schritte).

Wie bei Infografiken werden kleine Arbeitsabläufe früher und heute gegenübergestellt. Damit wird der Effizienzgewinn (oder der frühere Unsinn) sehr deutlich. Die Erarbeitung sollte im Team erfolgen und neben technischen Möglichkeiten auch kulturelle und organisationale Präferenzen berücksichtigen (nicht wir dienen dem Tool, sondern umgekehrt)

Wenn Menschen den Effizienzvorteil grafisch sehen, sinkt der Widerstand gegen das Neue.
Reverse Timeline:

Statt klassischer „Lessons Learned“-Datenbanken, die kaum jemand freiwillig nutzt, dokumentieren wir Projekte prozessbegleitend mit kurzen Zeilen und Links zu Ergebnissen, Präsentationen, Blogeinträgen oder Intranetseiten. Sie wird vorwärts aufgebaut und kann auch zur reflexion rückwärts verwendet werden, um schnell zu sehen, wann was wie passiert ist.
Sehr geringer Aufwand, man ist jederzeit Aussagefähig und da die transparent (ideal im ESN) zugreifbar sind, können alle „mitlernen“
Working Out Loud (WOL) & LernOS:

Diese Peer-Learning-Formate oder Lernreisen in kleinen Gruppen, in denen man über mehrere Wochen gemeinsam an Themen arbeitet. WOL hilft am eigenen Thema zu arbeiten, während LernOS viele relevante Themen vorgibt, entlang derer man gemeinsam, strukturiert Kompetenzen erarbeiten kann.
Wir haben unsere eigenen „digitalen“ Lernreisen z.B. das „Digital GUIDE Program“ zur Ausbildung unserer Multiplikator*innen oder das „Digital Leader & Assistant Program“ für Führungskräfte und Assistenzfunktionen entwickelt – und hundertfach erfolgreich umgesetzt.
- https://www.workingoutloud.com von John Stepper mit großer Community in Deutschland
- https://www.lernos.org von Simon Dückert (Cogneon Akademie)
Corporate Learning Community Einladung
Lerne mit uns – wir bieten tolle Events, Projekte, Experimentierräume – unter Freuden mit viel Neugier, Enthusiasmus und Wertschätzung – all creatures welcome!

Fragen oder Interesse an mehr Formaten und Methoden um die digitale Transformation erfolgreich zu meistern – sprecht mich gerne persönlich an:
Parallel baue ich derzeit (langfristig) ein Wiki dazu auf: wiki.harald-schirmer.de

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