Dieser Artikel wurde am 29. August 2017 auf LinkedIn „nicht“ veröffentlicht.
Wie könnte ich einen echten Unterschied machen, wenn ich Kanzler wäre oder eine Mehrheit in unserem Land bewegen könnte? Wie viel MutAnfall braucht es, um wirklich etwas zu verändern? Was wären konkrete Themen, die ich angehen würde?
Nein, ich bin nicht größenwahnsinnig, es hilft mir nur im Denken, nicht mit dem Finger auf andere zu zeigen (um zu kritisieren), sondern mich in die Handlungsposition zu bringen: Was würde ich tun… vielleicht folgen Sie mir bei diesem Gedankenspiel?
Was sind die für mich wirklich brennenden Themen?
BILDUNG:
Heute denken wir bei Bildung an ein in die Jahre gekommenes Schulsystem, aus dem nach einigen Jahren junge Menschen in die Eigenverantwortung entlassen werden. Nach etwas Ausbildung, Studium oder Jobtraining war man mit entsprechenden Zeugnissen „fertig“.
Eigentlich ist aber Bildung ein lebensbegleitender Entwicklungsprozess, vom ersten Atemzug bis zum Letzen.
Erwachsenenbildung statt Dieseldiskussion
Zwei Drittel der Jobs im Umfeld der Automobilindustrie sind absehbar gefährdet. Banken, Versicherungen, Handel – Branchenübergreifend verändert Automatisierung und Digitalisierung die Job-Landschaft. Jeder, der heute einen Job hat, den man genau beschreiben kann, oder der durch einfache Regeln und Abläufe festgelegt ist (lean und effizient), muss damit rechnen, von einem Roboter oder Software abgelöst zu werden.
Wir (und die Firmen) brauchen diese Menschen, aber nicht mehr für die selben Tätigkeiten. Entweder man wartet darauf, das es passiert und zahlt dann hohe Abfindungen (oder geht pleite) oder man investiert JETZT in deren Weiterbildung oder Umschulung. Ob es aus sozialer Verantwortung oder wirtschaftlichem Interesse passiert – es führt kein Weg an Erwachsenenbildung vorbei.
Ein wichtiger Aspekt hierbei ist die Notwendigkeit verständlich zu machen und die Kollegen ins „wollen“ zu bringen – NeuGier erzeugen, Perspektiven aufmachen, Sinn stiften.
Wäre ich Politiker, würde ich „Lernen“ als lebenslange Verpflichtung einführen – oder besser Rahmenbedingungen schaffen, die das fördern, erfordern, sicherstellen.
Die Welt verändert sich, immer schneller und in immer mehr Bereichen. Wer Schritt halten oder gar gestalten möchte, muss NeuGierig sein. Ob es die darwinistische Anpassungsfähigkeit als Überlebensstrategie oder eine kapitalistische Innovationsspirale oder die Reifung einer sozialeren Gesellschaft ist – alle haben eines gemeinsam: Die Notwendigkeit konstant LERNEN zu können.
Der heutige Reichtum von Diversität (Kulturen, Perspektiven, Kontexte…) z.B. durch die Globalisierung, lehrt uns das „One Size Fits All“ oder vereinfachte „richtig oder falsch“ Aussagen in der heutigen Komplexität einem vielschichtigen Vorgehen und einer „sowohl als auch“ Haltung weichen sollte. Um in dieser Vielfalt und Fälle von Möglichkeiten sich nicht zu verlieren, brauchen wir Selbstvertrauen, Mut, Denkfähigkeit, Perspektivenübernahme und Kommunikationskompetenz.
Konkret macht es für mich Sinn, den Fokus auf Methoden und deren Anwendung zu lenken.
HUMANISMUS:
„…optimistische Einschätzung der Fähigkeit der Menschheit, zu einer besseren Existenzform zu finden.“
- Bildung, denn hier ist der nachhaltigste Hebel – vor allem in Zeiten von Veränderung
- Humanitäre Hilfe, ein solidaritätsprinzip ohne das wir nicht als Spezies funktionieren können
… leider hab ich diesen Artikel damals aus Zeitgründen nicht weiter verfolgt…

Schreibe einen Kommentar